Angespielt Miami Vice
Airbrush-Sonnenuntergänge, pastellfarbene Häuser und Maßanzüge, das ist "Miami Vice". Weshalb es etwas verstörend wirkt, wenn Sonny Crockett anfangs in einem Unterhemd durch dieses Spiel läuft, das er von Bruce Willis geborgt haben muss. Später kann er dann die Kleidung wechseln und stilechte Anzüge tragen.
Dann, wenn er ein paar Aufträge erledigt hat, die alle gleich aussehen: Da geht es nämlich nur darum, sich durch Horden von Gegnern zu schießen, Beweismittel einzusammeln und den jeweiligen Oberbösen zu erledigen. So eintönig das ist, so abwechslungsarm sind die Gegner. Es scheint von ihnen nicht mehr als drei zu geben, die immer wieder auferstehen. Noch schlimmer aber, dass sie mit einem Sprachschatz auf die Welt gekommen sind, der sich auf vier Ausrufe beschränkt, die dazu noch in jedem Level gefühlte hundertmal fallen: "Du wirst sterben du Hund," "Du bist erledigt," "Komm schon, ich bring dich um" und "Du hast mich erwischt". Das zu ertragen ist die größte Leistung, die ein Spieler hier vollbringen muss. Da hilft auch die Aussicht auf einen schönen Anzug nicht weiter.