Chrome Statistiker sehen Google-Browser auf Überholspur
Google-Browser Chrome: Nach zweieinhalb Jahren über 20 Prozent Marktanteil weltweit
Foto: A9999 Google/ dpaDiese Zahl kommt wie ein Donnerschlag: Jeder fünfte Netzbewohner surft inzwischen mit dem Google-Browser Chrome durch die Weiten des Webs. Zweieinhalb Jahre nach seiner Veröffentlichung ist Chrome kurz davor, die etablierten Browser einzuholen . Der Zähldienst Statcounter hat genauer hingesehen und die Zahlen für Juni aufgelistet. Demnach belegte Chrome in der weltweiten Nutzerstatistik einen Anteil von 20,7 Prozent. Im Juni 2009, neun Monate nach seiner Einführung, war Googles Webbrowser noch mit mageren 2,8 Prozent gezählt worden. Im selben Zeitraum fiel der Marktanteil des einstigen Quasi-Monopolisten Internet Explorer (IE) von 59 auf 44 Prozent .
Doch auch der bisherige Liebling der sich ungebunden fühlenden Netzgemeinde, Firefox, muss den Statcounter-Zahlen zufolge einen Dämpfer hinnehmen. Der Mozilla-Browser schwächelt mit einem Marktanteil von 28 Prozent, nachdem er vor zwei Jahren schon 30 Prozent erreicht hatte. In einigen Teilen der Welt wurde Firefox schon von Chrome überflügelt. So zum Beispiel in Südamerika, wo Chrome mittlerweile einen Nutzeranteil von 29,7 Prozent für sich verbuchen kann, gegen 24,6 Prozent für Firefox und 44,1 Prozent für den Internet Explorer.
Auch in den USA nimmt Chrome den anderen Browsern Anteile ab, jedoch ist der Anteil hier mit einem Wert von 16 Prozent nur unterdurchschnittlich. In Europa erreicht Chrome knapp 20 Prozent, außerdem konnte der IE mit 35,5 Prozent Firefox (34,7 Prozent) wieder die Pole Position abjagen. Allerdings müssen beide Browser kontinuierlich Federn lassen. Seit Januar 2010 verlieren sowohl der Internet Explorer als auch Firefox unablässig Marktanteile. Lachender Dritter mit steiler Aufwärtskurve ist wiederum Chrome.
Uneinheitlich sind dagegen die Werte für Deutschland. Hier behauptet sich Firefox mit 55,8 Prozent nach wie vor unangefochten auf der Position des Platzhirschs, wenn auch mit leichten Verlusten. Weit abgeschlagen folgt der IE mit 24,1 Prozent. Anscheinend sind die Deutschen Neuerungen gegenüber ein wenig zurückhaltend, Chrome tut sich hierzulande schwer. Seit April stagniert der Google-Browser bei einem Anteil von gerade einmal 11 Prozent.
Doch sollte man angesichts dieser Zahlen trotzdem ein wenig Vorsicht walten lassen. Andere Marktforscher kommen aufgrund anderer Datenauswertungen zu anderen Zahlen. So sieht Netmarketshare den Internet Explorer weltweit bei 53,7 Prozent, Firefox bei 21,7 Prozent, während Chrome nur auf magere 13,1 Prozent kommt .