Expo Virtuell: Finnland - Surfspaß mit Mika - DER SPIEGEL
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Expo Virtuell Finnland - Surfspaß mit Mika

Die Europäer aus dem kühlen Norden zeigen der Welt mit ihren Webseiten, dass Informationen auch mit einer gehörigen Portion Humor und Selbstironie serviert werden können. Mika lädt die Internetgemeinde ein, Finnland zu besuchen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mika ist in Finnland nicht gerade ein exotischer Name. Auch für den Rest der Welt klingt er sehr vertraut - und macht neugierig. Denn wer denkt dabei nicht zuerst an den noch amtierenden Formel-I-Weltmeister Mika Häkkinen. Rasch entpuppt sich jener Mika im Internet aber als virtueller Botschafter des finnischen Expoteams  und nicht als Rennfahrer. Er weiß nicht nur einiges über das frostige Land zu berichten, sondern vermittelt Wissbegierigen sogar einige Brocken Finnisch.

Navigation und Struktur

Die übersichtlich gestaltete Homepage bietet sechs große Themenbereiche und einen Terminkalender. Daneben soll sie einmal nach Planungen der Macher das längste Gästebuch der Welt enthalten. Dabei handelt es sich um die virtuelle Fortsetzung des ehrgeizigen Gästebuches, das die Finnen in ihrem Pavillon ganz real präsentieren. Im Netz müssen sich jetzt nur noch die User eintragen...

Die ersten beiden Bereiche "Pavillon" und "Ausstellung" informieren ausgiebig über den finnischen Auftritt auf der Expo. In den ausführlichen Texten finden sich zudem zahlreiche Links, die einem die Navigation auf den internen Seiten erleichtern. Einige Links führen auch auf externe Websites. Dabei ist Obacht geboten. Denn hierfür sind meist Kenntnisse des Finnischen oder zumindest des Schwedischen, der zweiten offiziellen Landessprache Finnlands, erforderlich.

Surfspaß mit Mika

Auf keinen Fall sollten User versäumen, sich bei "Mika" einzuwählen. Denn der virtuelle Finnland-Botschafter bietet ein reichhaltiges Angebot an Interaktion: So können finnische Radiosender live empfangen werden. Surfer haben die Qual der Wahl. Von "Radio Suomi Oulu" bis "Radio Mafia" reicht das Spektrum.

Vermerkt sei auch, dass Mika nicht nur den berühmten finnischen Wodka trinkt. Die Finnen können immerhin auf den Weltmeistertitel im Kaffeetrinken verweisen. Und - das mag manches deutsches biergetränkte Herz brechen: Das finnische Urbier wird nach einem Rezept gebraut, das älter ist als das deutsche Reinheitsgebot von 1516. An spannenden Informationen rund um das Land, in dem "statt Kirchenglocken die Handys läuten" (so die finnische Selbstbeschreibung), fehlt es keineswegs. Und wer Fragen zu Finnland hat, der kann sich vertrauensvoll per E-Mail an Mika wenden.

Der Clou ist allerdings das Sprachstudium mit Mika: Yksi, kaksi, kolme - eins zwei drei - hat der Surfer finnisch gelernt - oder auch nicht. Denn die Sprache weist außer mit dem Ungarischen keinerlei Sprachverwandtschaften auf. Aber sie könnte sich, das meinen zumindest die fünf Millionen Finnen, ja einmal zur Weltsprache entwickeln. Und Vorbeugen kann nie schaden, sagen sie. Noch ein unschlagbares Argument der Finnen: "Wer unsere Sprache gelernt hat, kann alles lernen." Also nichts wie auf zu Mika und los geht es.

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