Expo Virtuell Kanada - einfach informativ
Probleme könnten sich allenfalls noch beim Aufrufen der Einstiegsseite des kanadischen Internetbeitrages zur Weltausstellung ergeben. Dort sind in einer Grafik - vorbildlich übersichtlich - alle weiteren Rubriken aufgeführt. Wem das Angebot aber trotzdem noch nicht transparent genug ist, der sollte einfach einen Blick nach unten werfen. Denn in der Tabelle steht das gleiche noch einmal, eben nur tabellarisch und freilich verlinkt.
Dass alle guten Dinge drei sind und dass auch der Rhetoriker alles drei Mal sagt, wissen die Kanadier - wie sich rasch feststellen lässt - sehr wohl: In der Rubrik "Plan" beweisen sie, dass sie den kompletten Plan auch noch einmal präsentieren können; diesmal netter Weise sogar mit Unterrubriken. Alles ganz Benutzerfreundlich - außer der Navigationsleiste oben auf der Seite - völlig ohne Grafikelemente.
Jene User, die sich stets Information pur wünschen, werden jubeln: Denn wer tiefer in die Seite hineintaucht, findet viel Text und wenig Bilder. Der Link zu den News schießt in Sachen Sparsamkeit allerdings den Vogel ab. Die Seite ist blütenweiß - doch halt, nicht ganz: Die Navigationsleiste ist wieder eingeblendet.
Der Vorwurf, dass die Seiten wenig informativ seien, kann dagegen nicht im Raum stehen bleiben. Ob es sich um den kanadischen Pavillon dreht oder um die Projekte, die Kanada auf der Expo bietet, in kleinen Absätzen findet der Leser alles wichtige kurz zusammengefasst.
User, die sich online gern mit "Reden" auseinander setzen, werden dagegen enttäuscht. Der Link ist zwar eingerichtet, anscheinend hat aber noch niemand etwas gesagt. Äußerst umfangreich ist dagegen der berufliche Lebenslauf von Robert (Bob) Blair. Der Namensvetter des britischen Premierministers ist der Generalbevollmächtigte der kanadischen Delegation.
Nicht vergessen wird der Hinweis, dass das Designerteam, das den Pavillon entworfen hat, bereits mehrere Preise abgestaubt hat. Bleibt die Hoffnung, dass sie an den kanadischen Exposeiten im Internet nicht mitgewirkt haben. Sonst müsste einem um die Zukunft des Landes wirklich Bange werden.
Thorsten Pifan