Nach Hardware auch Software Foxconn sucht Tausende Programmierer
App Store für das Firefox-Betriebssystem: Foxconn sucht Entwickler
Foto: SPIEGEL ONLINEBisher ist der umstrittene Zulieferer Foxconn vor allem bekannt für die Auftragsfertigung von iPhones und anderen Geräten. Nun erweitert der ehemals größte Apple-Zulieferer offenbar sein Aufgabengebiet und setzt künftig auch auf Software-Entwicklung. Einem Bericht des Branchenportals ITworld zufolge will das Unternehmen bis zu 3000 Stellen für Programmierer schaffen.
Ein Sprecher von Foxconn sagte gegenüber dem Portal, man wolle 2000 bis 3000 Mitarbeiter anstellen, um den Bereich der Software-Entwicklung zu stärken. Die Ingenieure sollen Erfahrung mit Cloud-Computing mitbringen und sich mit Betriebssystemen und Apps auskennen, die auf der Websprache HTML 5 basieren.
HTML 5 ist die auch die Sprache, mit der das Betriebssystem Firefox OSprogrammiert wird. Die Open-Source-Organisation Mozilla hatte erst vor wenigen Wochen eine Partnerschaft mit dem taiwanischen Elektronikhersteller Hon Hai Precision Industry bekanntgegeben, dessen Tochter Foxconn ist. In den Hallen des Zulieferers sollen die mobilen Geräte produziert werden, die mit Firefox OS laufen.
Bei den Fans sind vor allem die Smartphones mit dem Mozilla-Betriebssystem beliebt. Als ein spanischer Telefonanbieter die Geräte im April auf seiner Website zum Kauf anbot, waren die Firefox-Handys innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Doch auf der Liste der Mozilla-Geräte steht wohl auch ein Tablet, das bei Foxconn zusammengebaut werden soll.
Foxconn ist in den vergangenen Jahren häufig wegen schlechter Arbeitsbedingungen in die Kritik geraten. Nach Angaben von Arbeitsrechtsorganisationen haben seit 2010 insgesamt 13 Arbeiter von Foxconn Selbstmord begangen. In den vergangenen Monaten betonte Foxconn immer wieder, dass man die Bedingungen für die Mitarbeiter verbessere, erhöhte mehrmals die Gehälter - und verteuerte damit seine Produktion.