Freies Android CyanogenMod verschlüsselt künftig SMS - DER SPIEGEL
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CyanogenMod Freies Android verschlüsselt künftig SMS

Nutzer des CyanogenMod sollen mehr Schutz vor unerwünschter Ausspähung bekommen: Künftig sollen sich SMS einfach verschlüsseln lassen, ohne komplizierte Einrichtung.
CyanogenMod-Webseite: Mehr Schutz vor unerwünschter Ausspähung
CyanogenMod-Webseite: Mehr Schutz vor unerwünschter Ausspähung

CyanogenMod-Webseite: Mehr Schutz vor unerwünschter Ausspähung

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Entwickler der freien Android-Version CyanogenMod (CM) kündigten am Montag an, mit einem neuen Feature das Schreiben und Versenden von SMS besser gegen unerwünschte Mitleser abzusichern.

In Zeiten der täglichen Enthüllungen über das Ausmaß der NSA-Schnüffeleien dürften viele Smartphone-Nutzer daran interessiert sein, E-Mails, Textnachrichten und Anrufe zu schützen. Bisher ist das Verschlüsseln von Nachrichten nicht ganz so einfach. Um das zu ändern, sollen entsprechende Vorkehrungen künftig direkt im Betriebssystem verankert sein.

Die CyanogenMod-Programmierer haben sich dazu mit Open Whisper Systems zusammengetan. Die Spezialisten für Computersicherheit erstellen Apps mit einsehbarem Quellcode, die Textnachrichten und Telefonate sichern. Wer künftig ein CyanogenMod auf sein Gerät lädt, kann aufgrund des integrierten TextSecure-Features von Open Whisper automatisch verschlüsselte SMS oder MMS verschicken.

Das Gegenüber muss allerdings ebenfalls diese Technik einsetzen. Dafür soll es keine Rolle mehr spielen, welche SMS-App die Anwender nutzen. "Wir möchten, dass jeder Zugang zu fortgeschrittener, sicherer Kommunikation erhält. Dies mit Methoden, die so einfach und verlässlich zu nutzen sind wie ein normaler Telefonanruf oder eine normale Textnachricht", erklärte Open-Whisper-Mitgründer Moxie Marlinspike .

So begrüßenswert der Schritt ist, ein Nachteil bleibt: Gegen das Ausspähen von Metadaten, also wer wem wann von wo aus eine SMS schickt, hilft auch die Verschlüsselung nicht.

Das neue Sicherheitsfeature ist ab sofort in der Vorabversion 10.2 ("Nightly) enthalten . Die Macher wollen damit die Funktionalität des Systems testen. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Ergänzung im kommenden CM 11 standardmäßig enthalten sein.

Derzeit läuft CM 10.2 auf knapp 700.000 Geräten. Die Nutzerbasis ist bedeutend größer: CyanogenMod selbst gibt an , dass aktuell an die zehn Millionen CM-Installationen existieren und täglich über 15.000 dazukommen. Da die Nutzer jedoch die Möglichkeit haben, ihr Gerät nicht erfassen zu lassen, liegt die tatsächliche Zahl höher. Im September hatte CM-Chef Kirt McMaster gegenüber "The Verge" erklärt , die Nutzerzahl sei wahrscheinlich zwei- oder dreimal größer als die seinerzeit 7,5 Millionen bekannten Anwender.

meu