Microsoft: Sektenbeauftragter ruft zum Boykott auf - DER SPIEGEL
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Microsoft Sektenbeauftragter ruft zum Boykott auf

Weil es ein Programm einer Scientology-Firma enthalte, sollten die Deutschen einen großen Bogen um Windows 2000 machen - meint zumindest der Sektenbeauftragte der Pommerschen Kirche. Microsoft dagegen hält die Bedenken für unbegründet.
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Greifswald/München - Zum Boykott des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 2000 hat der Sektenbeauftragte Friedrich von Kymmel aufgerufen. Grund ist das in Windows 2000 enthaltene Defragmentierungsprogramm "Diskeeper ", das von einer Firma stammt, an deren Spitze ein Scientologe steht.

Von Kymmel betonte, dass jeder, der sich Windows 2000 oder einen Computer mit dieser Software kaufe, auch die Scientology-Firma Executive Software  bezahle. Damit würden Computerbesitzer, so von Kymmel in der Kirchenzeitung für Mecklenburg-Vorpommern, die zum Teil als verfassungsfeindlich eingestufte Organisation finanzieren.

Von der Kirche forderte der Sektenbeauftragte, dass sie "Flagge zeigt" und die Software nicht kauft. Auch die Entscheidung jedes Einzelnen sei nun gefragt, Windows 2000 nicht zu erwerben. Von Kymmel hatte wegen seines Vorgehens gegen Scientology in den Jahren 1992/93 wiederholt Gerichtsverfahren nach Strafanzeigen der Organisation erfolgreich überstanden.

Ein Microsoft-Sprecher  erklärte, dass Executive Software keine stückzahlabhängigen Entgelte bekomme. Daher würden Kunden die Firma auch dann nicht unterstützen, wenn sie tatsächlich unterwandert wäre. Außerdem sei das Programm geprüft und Bespitzelung ausgeschlossen. Generell sei bei der Auswahl der Programme Qualität entscheidend, um die "Hobbys des Chefs" kümmere sich Microsoft dagegen nicht.

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