Spartan-Browser Nachfolger des Internet Explorer kann getestet werden
Windows 10 am Microsoft-Stand auf der Cebit: Neues Betriebssystem mit neuem Browser
Foto: Peter Steffen/ dpaDer Neue ist da: Mit der neuesten "Technical Preview" des kommenden Betriebssystems Windows 10 liefert Microsoft erstmals auch einen Browser mit dem vorläufigen Namen Project Spartan aus. Ob das Programm in der finalen Version auch wirklich so heißen wird, steht noch nicht fest.
Das wohl Interessanteste am neuen Browser ist die Integration der Sprach-Assistenzsoftware Cortana, die bisher nur beim Windows Phone zum Einsatz kommt. Cortana soll offenbar zu einem universellen Suchassistenten ausgebaut werden, der nicht nur per Sprachbefehl, sondern auch auf einen Klick Wörter übersetzt und Lexikon-Informationen sucht.
Mit einer Funktion namens Web Notes lassen sich Anmerkungen und Notizen direkt auf Webseiten schreiben. Anschließend kann man seine Skizzen per E-Mail und über Social-Media-Kanäle teilen. Das funktioniert vermutlich am besten auf Touch-Displays mit Stifteingabe.
In der Testversion fehlen noch einige Funktionen
Ein spezieller Lesemodus von Project Spartan soll Zeitschriften und E-Books ohne Navigationselemente darstellen können. Ob dabei auch Werbung ausgeblendet wird, ist noch unklar. Hintergründe und Schriftfarben soll man nach Geschmack einstellen können. Mit sogenannten Reading Lists lassen sich Inhalte speichern, damit man sie später offline lesen kann.
Microsoft weist darauf hin, dass in dieser ersten Browser-Version noch nicht alle Funktionen integriert sind: Der Downloadmanager läuft dem Unternehmen zufolge noch nicht, und auch der Lesemodus und die Integration von Add-ons sind noch in Arbeit. In den kommenden Wochen soll der Browser erweitert werden.
So kann man das neue Betriebssystem ausprobieren
Wenn Sie Lust haben, das im Sommer erscheinende Windows 10 schon jetzt auszuprobieren, sollten Sie sich beim Windows Insider Programm . Über das Programm können Sie Ihre Erfahrungen und Feedback an Microsoft senden und so dazu beitragen, Fehler auszubügeln. Microsoft leitet Sie auf eine Downloadseite weiter.
Es empfiehlt sich, die Windows-Vorabversion auf einem Computer zu installieren, den man nicht für die Arbeit oder andere wichtige Aufgaben benötigt, da das Programm noch nicht ausgereift ist und sich Datenverluste daher nicht ausschließen lassen.
Wie das IT-Blog "The Register" berichtet , sollten manche Entwickler die neueste Vorabversion lieber auslassen, da die Software Probleme mit dem Entwicklerwerkzeug Visual Studio 2015 bereiten kann. Der Microsoft-Blogger Gabe Aul gibt außerdem einige Tipps, wie man bestimmte Schwierigkeiten angehen kann. Abgesehen vom Spartan-Browser bietet die frische Vorschauversion keine besonderen Neuerungen.