Netzwelt-Ticker: Apple verspricht neue Software fürs iPhone - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Apple verspricht neue Software fürs iPhone

Wenn Apple nächste Woche die neue iPhone-Software 3.0 vorführt, erhoffen sich sich Mac-Enthusiasten Hinweise auf ein neues Wundergadget aus Cupertino. Außerdem im Überblick: Erotikseiten bekommen Zeitschloss, die weltweite Cyber-Polizei wächst und mehr.
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Computerhersteller Apple kündigte für nächste Woche eine neue Version des iPhone-Betriebssystems  an und befeuerte damit en passant wilde Spekulationen über ein neues tragbares Wundergadget aus Cupertino.

Am 17. März will Apple die iPhone-Software 3.0 vorstellen. Mac-Enthusiasten erhoffen sich davon neue Informationen über ein neues Apple-Mobilgerät, das den großen Erfolg des iPhones - über 17 Millionen verkaufte Exemplare, über 500 Millionen Softwaredownloads aus dem App-Shop in den letzten acht Monaten - fortführen kann.

Charlie Wolf, Analyst bei Needham & Co zu der Software-Präsentation: "All das könnte das Vorspiel für ein neues iPhone sein." Top-Favorit der Gerüchteküche ist das selbst Mythen-umrankte Apple-Netbook.

Auch "PC World" macht sich Gedanken über die Zukunft der iPhone-Software: Könnte es sein, dass Apple die erfolgreiche iPhone-Software auch auf anderen Geräten ausprobieren und damit in direkte Konkurrenz zur Google-Konkurrenz Android  setzen will? Apple wollte die Gerüchte bislang nicht kommentieren.

Für alle, die zwar ein iPhone besitzen, denen aber wilde Produktspekulationen reichlich egal sind: Es könnte auch ganz handfeste, ja profane Gründe geben, sich auf die iPhone-Software 3.0 zu freuen. Zum Beispiel, wenn sie endlich Flash-Unterstützung für Websites und eine anständige Copy&Paste-Funktion böte, die Probleme mit Akku-Schwund, lahmen Datenverbindungen und mangelhafter Stabilität der Software ausräumte.

Feuchtgebiete gibt es nur noch Nachts

Helfen Zeitschlösser gegen Pornografie im Netz? Wohl kaum, trotzdem müssen sich Websites mit "entwicklungsbeeinträchtigenden Angeboten" mithilfe technischer Mittel oder zeitlicher Beschränkungen vor Kindern und Jugendlichen abschotten. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) geht laut Heise.de gemeinsam mit der bundesweiten Kontrollstelle jugendschutz.net zunehmend gegen Angebote vor , welche die Vorgaben nicht umsetzen. Verena Weigand, Leiterin der Stabsstelle der Jugendschutzaufsicht der Länder zu Heise: "Wir haben angefangen, entsprechende Verfahren zu eröffnen."

Wenn die technische Abschottung, zum Beispiel durch Systeme zum Altersnachweis, noch nachvollziehbar erscheint, wirkt die Sendezeitbegrenzung geradezu lächerlich. Zwar behauptet die Stabsstellenleiterin, dass die Zuschauer von TV-Stationen entsprechende Einschränkungen gewohnt sind, doch TV-Regeln gelten im Netz nicht: Sind Websites zu bestimmten Tageszeiten nicht aufrufbar, werden sie schlicht nicht mehr angesurft - zugunsten der Abermillionen anderen internationalen Websites, die sich keinen Deut um deutschen Jugendschutz kümmern.

Laut Heise befürchten Rechtsexperten nun, dass zahlreiche deutsche Erotikangebote zum Beispiel auch in entsprechenden Rubriken von Bild.de, von Providern wie Freenet oder Magazinen wie Penthouse, Playboy oder Praline tagsüber dichtmachen müssen. Der deutsch-französische Sender Arte preschte schon einmal mit zeitlichen Einschränkungen vor: Eine Dokumentation über die"Feuchtgebiete"-Autorin Charlotte Roche ist auf der Sender-Website nur noch zwischen 23 und 5 Uhr abrufbar.

Weltweite Cybercrime-Polizei wächst

Immer mehr Länder treten einem internationalen Netzwerk zur Abwehr von Cyberkriminalität  bei. Ein Beamter der US-amerikanischen Behörde FBI berichtet von bereits 56 Nationen, die rund um die Uhr im Rahmen des "24/7 Networks" einen Sicherheitsbeamten anstellen, um Datenanfragen aus dem Ausland sofort beantworten zu können, zum Beispiel um inkriminierende Daten umgehend sicherzustellen.

Hintergrund des "24/7 Networks" ist das Übereinkommen über Computerkriminalität , ein internationaler Vertrag, der die Cybercrime-Gesetzgebung in Europa und möglichst vielen anderen Ländern harmonisieren soll und darüber hinaus auch Richtlinie sein soll für Länder, die noch Gesetze zur Bekämpfung von Cyberkriminalität entwickeln müssen.

Von den 47 Ländern, die im EU-Rat sitzen, haben bereits 24 den Vertrag ratifiziert, 22 haben schon unterschrieben, warten aber noch auf eine Ratifizierung durchs Parlament . Länder, die nicht EU-Mitglied sind, sind ausdrücklich eingeladen, den Vertragvereinbarungen durch Anpassung ihrer nationalen Gesetze beizutreten.

Webtipp: Scanwiches

Es ist Freitag, den Büros geht die Luft aus, angespannter Wahnsinn macht sich in den Fluren breit: Das Wochenende steht vor der Tür. Was tun? Wie noch schnell ein Zeichen hinterlassen, ein Fanal gegen die Langeweile der Bürotristesse?

Die Antwort kommt aus Amerika, heißt Scanwiches und bezeichnet die erstaunlich schöne und erkenntnisreiche Praxis, Sandwich-Hälften auf den Scanner oder den Kopierer zu legen . 51 Mal Brot und Wurst und Käse und Sauce und bunte Farben und Brösel und kein bisschen schlechtes Gewissen bei derartig leckeren Ideen.

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