Netzwelt-Ticker: Hacker loben Windows-Sicherheit - sagt Microsoft - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Hacker loben Windows-Sicherheit - sagt Microsoft

Google will angeblich Windows von seinen Computern verbannen, was Microsoft nicht auf sich sitzen lassen will. Außerdem: Die englische Polizei hat vorbildlich zum Amoklauf getwittert, und die Kazaa-Entwickler schmusen mit den Musiklabels. Das und mehr im Nachrichtenüberblick.
Von Carolin Neumann
Google-Manager auf der Computermesse Computex: Künftig lieber ohne Windows?
Google-Manager auf der Computermesse Computex: Künftig lieber ohne Windows?

Google-Manager auf der Computermesse Computex: Künftig lieber ohne Windows?

Foto: PICHI CHUANG/ REUTERS
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Windows

Microsoft nimmt Stellung zum angeblichen -Bann von Google-Firmenrechnern: In einem etwas hilflos wirkenden Blogeintrag verteidigt das Unternehmen sein Betriebssystem . Das sei sehr viel sicherer geworden, was "selbst Hacker" inzwischen bestätigen würden, heißt es dort. Die "Financial Times" hatte Anfang der Woche berichtet, bei Google stehe Windows wegen Sicherheitsbedenken auf der schwarzen Liste. Google wollte das nicht kommentieren. Microsoft zählt trotzdem schon mal vorsichtshalber seine Errungenschaften auf.

So führt der Blogeintrag auch einflussreiche IT-Firmen wie den Netzwerkausrüster Cisco als Leumundszeugen an. Die Unternehmen klopfen Microsoft angeblich immer wieder auf die Schulter. Der Konzern kümmere sich mehr als jeder andere um die Verbesserung der Sicherheit. Ein bisschen wie ein trotziges Kind deutet Autor Brandon LeBlanc zudem an, Google solle sich zuerst an die eigene Nase fassen. So habe etwa die US-amerikanische Elite-Uni Yale aus Sicherheits- und Datenschutzgründen ihre geplante Umstellung auf Google-Dienste wie Google Mail  vertagt. Und auch Mac OS X - im Hause Google jetzt einer der vermeintlichen neuen Standards - seien erst kürzlich Lücken nachgewiesen worden.

Amok-Warnungen per Twitter

Bisher waren es meistens die Bürger vor Ort und die Medien, die in Krisen Social Networks nutzten, um andere zu informieren oder zu warnen. Bei der Amokfahrt eines 52-jährigen Mannes in Nordengland am Mittwoch nutzte die Polizei das Internet vorbildlich als Medium zur Information der Bevölkerung, berichtet der " Daily Telegraph ". Ein Taxifahrer war stundenlang durch fast ein Dutzend Orte gefahren und hatte aus dem fahrenden Auto auf Passanten geschossen. Anschließend tötete er sich selbst.

Via Twitter  hielten Beamte der Grafschaft Cumbria die online aktive Bevölkerung auf dem Laufenden. Sie teilten in regelmäßigen Updates mit, wo der Amokschütze vermutet wurde, und veröffentlichten zeitnah ein Fahndungsfoto. Das Kennzeichen seines Fahrzeugs war dem "Telegraph" zufolge zwischenzeitlich sogar eines der Trending Topics , die anzeigen, worüber bei Twitter am meisten diskutiert wird. Wenn mehr Polizeireviere direkt Social Networks nutzen, eliminiert das ein großes Risiko der Plattformen in Fällen wie diesem: Falschmeldungen durch Nutzer, die womöglich noch nicht einmal wirklich vor Ort sind.

Entwickler von Skype und Kazaa melden sich zurück

Diesen Donnerstag soll das neueste Projekt der Entwickler von Kazaa und Skype an den Start gehen. Der legale Musik-Streaming-Service Rdio  ist eine Zusammenarbeit mit - ausgerechnet - Warner Music. Das Label gehörte einst zu den schwergewichtigen Klägern gegen die P2P-Tauschbörse. "Wir haben die Vergangenheit hinter uns gelassen", kommentiert die Firma  in einem ausführlichen Bericht der "New York Times". Der außergerichtliche Vergleich mit den Plattenfirmen soll Kazaa seinerzeit an die 100 Millionen Dollar gekostet haben.

Erkennungs-Tool soll Kinder vor Pädokriminellen schützen

Nimm keine Süßigkeiten von Fremden an! Im Internet ist diese Elternweisheit wesentlich schwieriger durchzusetzen als in der realen Welt. Damit chattende Minderjährige künftig erkennen können, ob sie mit einem Gleichaltrigen oder einem Erwachsenen sprechen, hat eine britische Universität ein Erkennungsprogramm entwickelt. Das Sprachanalyse-Tool hat sich der Nachrichtenagentur Pressetext zufolge in neun von zehn Fällen als Erfolg erwiesen und steht damit kurz vor dem Durchbruch . Die Software soll auch einen "stilistischen Fußabdruck" erstellen, der die Verfolgung von Pädokriminellen im Netz ermöglicht.

Auch das noch: