Netzwelt-Ticker: Mark Zuckerberg ist der Google+-Popstar - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Mark Zuckerberg ist der Google+-Popstar

Facebook-Chef Zuckerberg gibt auch bei der Konkurrenz den Platzhirsch, Google will mehr Google-Namen, Hacker kapern eine populäre Streaming-Seite und Bing schwingt auf dem iPad das Lasso. Das und mehr im Überblick.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: Bei Google+ beliebt wie kein anderer
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: Bei Google+ beliebt wie kein anderer

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: Bei Google+ beliebt wie kein anderer

Foto: GONZALO FUENTES/ REUTERS
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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist der Mr. Social Network schlechthin. Und er ist offensichtlich viel bekannter als zum Beispiel der Google-Mitgründer, Larry Page. Wie viel bekannter, das lässt sich jetzt beziffern. Dass Page im hauseigenen Netzwerk Google+ ein Profil unterhalten würde, war vorhersehbar. Dass er bereits nach wenigen Tagen in die Circles genannten Freundeskreise von 24.000 Nutzern aufgenommen worden ist, auch.

Aber dass die Konkurrenz in Gestalt von Mark Zuckerberg im eigenen Angebot viel populärer dasteht, ist dann doch erstaunlich. Den Facebook-Boss hatten nämlich bis zum Dienstagabend 35.000 Google+-Nutzer  in ihre Circles eingetragen, wie die "New York Times" berichtet. Ob das Zuckerberg-Profil allerdings überhaupt echt ist, hätten weder Facebook noch Google bestätigt. Der Umstand, dass es mit den Profilen einer Reihe weiterer Facebook-Manager verlinkt ist, spreche jedoch für die Authentizität. Besonders auskunftsfreudig gibt sich der angebliche Zuckerberg in seinem Google-Profil aber nicht. In seiner Selbstbeschreibung heißt es lapidar: "Ich mache Dinge."

Facebook verhindert Export von Freundeslisten

Wer gedacht hat, "ich habe ein Facebook-Profil mit vielen Freunden, hol' ich die eben auch alle zu Google+ herüber", sieht sich enttäuscht. Eigentlich sollte ein kurz nach der Veröffentlichung von Google+ veröffentlichtes Tool diese Arbeit übernehmen, der "Facebook Friend Exporter". Er sollte komplette Freundeslisten inklusive sämtlicher Details schnell und umstandslos in eine .CSV-Datei umwandeln, die wiederum problemlos in Google+ hätte eingelesen  werden können. Eigentlich.

Doch Facebook schiebt dem einen Riegel vor und hat die entsprechende Chrome-Erweiterung blockiert. Denn anders als mancher annehmen mag, gehören den Nutzern ihre Facebook-Daten nicht, und sie haben daher auch keine vollständige Verfügungsgewalt. Golem macht deshalb auf ein Detail in den Facebook-Nutzungsbedingungen  aufmerksam. In deren Punkt 3.2 heißt es, die automatisierte Erfassung von Nutzerdaten hänge von der vorherigen Erlaubnis  des Social Networks ab. Und die gibt Facebook nicht.

Google will mehr Google-Namen

Googles Einführung von Google+, bringt auch in anderen Bereichen des Unternehmens eine Reihe von Neuerungen. Zwei altgediente und unter ihrem Namen bestens eingeführte Angebote, Blogger und Picasa, sollen in den kommenden Wochen umbenannt werden. Wie Mashable meldet, wird Blogger.com zu Google Blogs umfirmieren und der Bilderdienst Picasa zu Google Photos .

In spätestens sechs Wochen soll die Aktion über die Bühne gehen. Ein denkbarer Stichtag könnte der 31. Juli sein. Dann soll Google+ nicht mehr nur auf Einladung für einen erlauchten Nutzerkreis offenstehen, sondern für alle interessierten User. Am gleichen Tag werden auch sämtliche privaten Profile gelöscht, die Nutzer bislang bei Google unterhalten. Die schon im März geäußerten Vermutungen, diese Löschaktion stehe möglicherweise im Zusammenhang mit Googles Interesse an eigenem Social Network, haben sich bekanntlich inzwischen bestätigt.

Streaming-Seite gehackt

Die Streaming-Seite Icefilms, weltweit eines der populärsten Angebote dieser Art, wurde am Mittwochmorgen vom Webmaster der Seite vom Netz genommen. Grund ist ein Hack, der auf eine äußerst effektive Sabotage hinausläuft: Alle Links auf der Seite wurden in der Nacht zum Mittwoch durch den Satz "Trololo, mehh, titwanking on trolls" ersetzt - was das Auffinden von Inhalten zu einem reinen Lotteriespiel macht.

Seit Icefilms sich in den letzten zwei Jahren zu einer der international populären Streaming-Seiten entwickelte, hat die Seite mehrere temporäre Abschaltungen und Zeiten erschwerter Erreichbarkeit erlebt, einige davon aufgrund von DDoS-Attacken. In mindestens zwei Fällen wurden diese Attacken auf Crackergruppen zurückgeführt, die möglicherweise zum Konkurrenzumfeld der Seite gehören. Im aktuellen Fall zeichnete für den Sabotage-Hack ein Cracker namens "IceHack3r" verantwortlich - offenkundig ein Pseudonym, das nur für diese Attacke angelegt wurde.

pat

Bing sucht auf dem iPad mit Lasso

Ein durchdachtes und zugleich witziges Feature haben sich die Entwickler der im April veröffentlichten Bing-Applikation für das iPad ausgedacht. Um Apples hauseigene Copy-and-Paste-Funktion zu umgehen, kann der Anwender jetzt Textstellen mit einer speziellen Geste markieren. Einfach mit dem Finger einen Kreis oder ein Ellipse um die gewünschte Stelle malen, und Bing beginnt automatisch eine Suche nach dem gleichsam mit dem Lasso eingefangenen Begriff. "Lasso" ist denn auch der Name der Geste.

Im hauseigenen Blog erklärt Bing-Programm-Manager Tony Chor den Vorteil gegenüber der Apple-eigenen Art, nach Texten zu suchen: "Das Kopieren eines Textschnipsels von einer Web-Seite und die Eingabe in ein Suchfenster braucht auf dem iPad bis zu neun Schritte. Mit Lasso kann in nur zwei Schritten eingekreist und gesucht  werden."

Heftige Kritik an Amazons Appstore

Unabhängige Entwickler kleiner Independent-Apps für Amazons App-Store verzweifeln. Sie kommen mit ihren Anwendungen auf keinen grünen Zweig. Kein Wunder, wenn sich die Progrämmchen gleich zu Anfang hauptsächlich negative Bewertungen einfangen. Was aber nicht an fehlerhaften Programmierungen der App-Entwickler liege.

Vielmehr sei der App-Store selbst ein "Desaster" , wie heise.de den schwedischen Anbieter Bithack zitiert. Die Beschwerdeliste ist lang. Sie beginnt damit, dass neue Apps trotz erfolgter Freigabe erst einmal unauffindbar seien. Sei diese Hürde überwunden, mache der Kompatibilitätsfilter Probleme. Der soll eigentlich die Auslieferung an nicht geeignete Geräte verhindern. Genau das tue er aber nicht, was betroffene Anwender ärgern und zur Abgabe von Negativbewertungen führen würde. Das Fass zum Überlaufen habe dann Amazons völlig erratische Preispolitik gebracht. Ohne Mitteilung oder Absprache sei der Preis für eine Bithack-App plötzlich halbiert worden. Woraufhin sich die Schweden komplett aus dem App-Store zurückgezogen haben.

Nachrichten-Überblick - außerdem wichtig an diesem Mittwoch

Frühstart für Mac OS X 10.7: Apples Löwe brüllt angeblich schon am MittwochFrühstart oder bloß Vorfreude? Angeblich soll Apple sein neues Betriebssystem früher als geplant veröffentlichen. Argumente dafür haben die Fürsprecher der Theorie reichlich - eine Bestätigung seitens Apple gibt es nicht.

Copyright-Beschwerde: YouTube sperrt Lady Gaga zeitweilig aus
Sendestopp für den Superstar: Lady Gaga kann derzeit bei YouTube keine Videobotschaften mehr verbreiten, denn das Clip-Portal hat den Kanal der Pop-Diva gesperrt. Begründung: Eine Firma hatte sich über Urheberrechtsverletzungen beklagt.

Auch das noch: