So geht das: Passwörter dem Browser überlassen - aber sicher
Heartbleed-Sicherheitslücke So funktionieren Passwort-Manager im Browser
Ein Passwort, um sich überall anzumelden: Was bei vielen Nutzern aus Bequemlichkeit üblich ist, verbietet sich: Wenn nur einer der genutzten Dienste eine Sicherheitslücke hat oder gehackt wird wie gerade die 18 Millionen Login-Daten, dann können Angreifer gleich das ganze Online-Leben übernehmen: Nachrichten verschicken, die Kreditkarte missbrauchen, Fotos ansehen und löschen. Und wenn eine Riesen-Sicherheitslücke wie Heartbleed es nötig macht, die Passwörter zu ändern, merkt man erst so richtig, wie quälend der Umgang mit den Zugangsdaten eigentlich ist.
Weil sich natürlich kaum jemand für jeden Dienst ein eigenes supersicheres Passwort merken kann, wird seit Jahren an technischen Lösungen gearbeitet. Zusätzliche Programme, sogenannte Passwort-Manager, können sich um die Verwaltung der Login-Datenmassen kümmern. In vielen Browsern sind solche Passwort-Manager schon eingebaut.
Safari, Firefox, Chrome und Opera bieten außerdem an, Passwörter nicht nur auf dem eigenen Rechner zu speichern, sondern zentral im Netz. So kann man mehr als nur einen Computer nutzen - und die Passwörter sind schon da. Wenn die Browser diese Daten auf dem Computer sicher verschlüsseln, bevor sie in die Datenwolke wandern, kann dabei nicht viel nicht passieren.
Dazu muss man ein sogenanntes Master-Passwort einrichten, einen Schlüssel, der den automatisch verwalteten Schlüsselbund freischaltet. Einziges Problem: Verliert man diesen Generalschlüssel, können einem auch die Browser-Hersteller nicht mehr helfen. Sie geben an, keinen Zugriff auf die gespeicherten Passwörter zu haben. Wie das mit Firefox und Chrome funktioniert - und was es dabei zu beachten gibt -, erklären wir in dieser Fotostrecke.
Synchronisierung mit Hindernissen
Passwort-Management im Browser klingt komfortabel, hat jedoch Nachteile: Die Synchronisierung der Passwörter funktioniert nur, wenn man überall denselben Browser nutzen kann. Gerade auf Firmenrechnern und Smartphones kann man sich das aber oft nicht aussuchen. Auf dem iPhone fehlt der Firefox, im Büro aus Datenschutzgründen der Google-Browser.
Dann helfen nur echte Passwort-Manager wie zum Beispiel KeePass oder Password Safe weiter - oder ein Stift und ein Stück Papier. Wie auch immer man seine diversen Passwörter dann verwaltet, ob mit dem Browser, Extra-Software oder Notizen, man bekämpft nur die Symptome und nicht das eigentliche Problem: viele verschiedene Dienste, viele verschiedene Login-Daten.
Wirklich wichtige Passwörter für E-Mail oder Online-Banking sollte man dem Passwort-Manager sowieso nicht anvertrauen. Dort nutzt man außerdem am besten eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Für alle anderen Passwörter gilt: Auch das Passwort-Management im Browser ist nicht zu 100 Prozent sicher. Aber es ist immer noch sicherer, den eingebauten Passwort-Manager zu benutzen - als für alle Dienste dasselbe Passwort.