Robocup-Finalrunde: Oil, Sweat and Tears - DER SPIEGEL
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Robocup-Finalrunde Oil, Sweat and Tears

Es ist vorbei. In vier Ligen wurden beim diesjährigen Robocup Weltmeister-Titel vergeben. Gleich drei deutsche Mannschaften standen am Ende auf dem Treppchen: Die Zusammenfassung der Finalrunde.
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Parallel zum Semifinale in der Middle Size League erkämpften sich die Roboterhündchen der Carnegie Mellon University gegen das Team aus Rom mit 7:2 den dritten Platz in der Sony Legged Robot League. Die Bedeutung des Spiels wird deutlich durch die Aussage eines CMU- Teammitglieds. Der antwortete auf die Frage nach dem Endergebnis: "Wir haben mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Genauer weiß ich es auch nicht."

Das Endspiel in der Simulationsliga brachte keine Überraschung. FC Portugal besiegte die Karlsruhe Brainstormers in einem weitgehend ereignislosen Spiel mit 1:0. Die Portugiesen waren, wie erwartet, deutlich überlegen und ließen die Karlsruher nur ausnahmsweise aus ihrer eigenen Hälfte heraus.

Ähnlich der Verlauf des Endspiels in der Sony Legged Robot League: Der haushohe Favorit von der University of New South Wales ließ den drei Musketieren aus Paris keine Chance. Mit ihrer überlegenen Kriechtechnik schnappten sich die australischen Hunderoboter immer wieder den Ball und marschierten unaufhaltsam aufs französische Tor zu. Am Ende der ersten Halbzeit hatten sie bereits sieben Treffer erzielt, die Franzosen keinen einzigen.

Die Halbzeitpause wurde auf dem benachbarten Spielfeld für eine Demonstration humanoider Roboter genutzt. Pino, der bereits am Vortag zu sehen war, durfte ein paar Schritte laufen. Dem ebenfalls aus Japan stammenden Modell "Mark 5" gelang sogar ein Schuss aufs Tor. Aber bis diese Roboter in zwei Jahren ganz offiziell im Wettbewerb gegeneinander antreten können, ist noch viel Entwicklungsarbeit zu leisten.

Die Sonyroboter können dagegen schon besser den Ball kicken - wenn sie richtig programmiert sind. Denen des australischen Teams gelang es in der zweiten Halbzeit noch drei Mal, das gegnerische Tor zu treffen, so dass sie am Ende mit 10:0 vom Platz gingen. Damit ist das Team UNSW erwartungsgemäß Weltmeister.

Dann wurde es spannender: In der Small Size League kam es zu einer Wiederholung der Begegnung von der letzten WM in Stockholm. Wieder standen sich die Berliner FU Fighters und Big Red von der New Yorker Cornell University gegenüber. Die beiden gleichwertigen Teams schenkten sich nichts. Bei der Halbzeitpause stand es immer noch 0:0.

In der zweiten Spielhälfte gelang Big Red schon kurz nach dem Anpfiff der Führungstreffer. Die FU Fighters versuchten, in mehreren Auszeiten, ein Gegenrezept zu finden. Unterdessen sorgte der automatische Spielkommentator, der in der Small Size League erstmals vorgestellt wurde, für Heiterkeit, wenn er fragte: "Are there any Big Red Fans in the audience?" Keine Reaktion. "Much better."

Ein Strafstoß für Big Red brachte schließlich etwa zwei Minuten vor Schluss die Entscheidung: 2:0. Das war auch der Endstand. Müssen die FU Fighters sich mit der Rolle des ewigen Zweiten abgeben? Hoffentlich nicht.

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