Spam-Zuwachs: User schränken Kommunikation ein - DER SPIEGEL
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Spam-Zuwachs User schränken Kommunikation ein

So langsam reicht es den E-Mail Nutzern - immer mehr Spam-Mails sorgen dafür, dass die Online-Kommunikation an Glaubwürdigkeit verliert. Ein Viertel aller User ist bereits so weit, die Korrespondenz einzuschränken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die meisten Nutzer sind nicht in der Lage, sich effektiv gegen die Versprechungen zu wehren, schnell reich oder ungeheuer schön zu werden. Immer wieder versagen auch die eingebauten Mail-Filter ihren Dienst. In einer Untersuchung der amerikanischen nicht-kommerziellen Organisation "Pew Internet and American Life Project" fanden es mehr als die Hälfte der 1400 Befragten schwierig, aus den täglichen Mails noch diejenigen zu finden, die sie wirklich lesen wollen.

Ungefähr die Hälfte aller Mails sei mittlerweile Spam, die auch die Wirtschaft etliche Milliarden koste und die Produktivität senke, schreibt die Nachrichtenagentur AP. Um sich vor Spam zu schützen, gaben die meisten Befragten an, ihre E-Mails nicht an irgendwelche Internetseiten zu verschicken. Ein weiteres Abwehr-Instrument sei der Einsatz von immer neuen Filtern.

Teilweise verstärken die User das Problem allerdings, indem sie den Links in Spam-Mails auch noch folgen. Immerhin zwei Drittel hätten versucht, sich durch das Klicken eines Links von der Spammer-Liste entfernen zu lassen - ein Verhalten, das zu noch mehr unerwünschter Post führt. Immerhin sieben Prozent gaben sogar an, schon mal ein Produkt gekauft zu haben, das in einer unerwünschten Mail angeboten wurde.

Auch der amerikanische Senat beschäftigt sich in dieser Woche mit dem Mail-Müll - so werden Methoden zur Verhinderung von Spam-Mails diskutiert, ähnliche Entwürfe liegen auch dem Repräsentantenhaus vor.