Streaming-Dienst Spotify will Abo-Gewinne nicht mit Apple teilen
Streaming-Dienst Spotify: Anleitung zum iTunes-Ausstieg
Foto: Ole Spata/ dpaNun sollen iPhone-Besitzer in den nächsten Tagen per E-Mail den Hinweis bekommen, dass der Musikgenuss auch billiger zu haben ist. Ein direkt im Netz abgeschlossenes Abonnement kostet im Monat nur 9,99 Dollar, "aber Apple schlägt auf alle Zahlungen in iTunes 30 Prozent auf", zitiert "The Verge" aus dem E-Mail-Text . "Sie können genau dasselbe Spotify für nur 9,99 Dollar bekommen, und es ist supereinfach."
Danach folge eine detaillierte Anleitung, wie sich die automatische Abo-Verlängerung in iTunes deaktivieren und das Nutzerprofil ins Netz übertragen lässt. Das geht allerdings erst, nachdem das aktuelle Abo über iTunes beendet worden ist. Klingt kompliziert, und das ist Spotify auch bewusst: "Entschuldigen Sie, wenn Sie das nicht sofort erledigen können. Ihr aktueller Vertrag muss erst beendet werden."
Der Ausschluss der Möglichkeit, mit iOS-Apps auch Käufe bei anderen Anbietern zu tätigen, hatte nach Beschwerden von Spotify schon vor einigen Wochen in einer Reihe von US-Bundesstaaten zu Untersuchungen wegen etwaiger Wettbewerbsverstöße geführt .
Der Schritt kommt eine gute Woche nachdem Apple seinen eigenen Streaming-Dienst gestartet hat. Apple Music kostet ebenso viel wie ein Abo des Marktführers Spotify.
Auch von anderer Seite könnten die Musikangebote weitere Konkurrenz bekommen. Wie der Fachdienst "Music Ally" am Mittwoch meldet , plant Facebook einen eigenen Streaming-Service für Musik. Derzeit werde an einem geeigneten Abomodell gearbeitet. Vor einigen Tagen erst machte die Nachricht die Runde, das Netzwerk wolle künftig ähnlich wie YouTube Videoproduzenten am Werbeumsatz beteiligen.
Update, 10. Juli: Facebook hat Spekulationen über einen Musikdienst in Konkurrenz zu Spotify und Apple dementiert. "Wir haben keine Pläne, ins Musik-Streaming einzusteigen", sagte ein Sprecher des Online-Netzwerks dem Tech-Blog "The Verge" .
"The Verge" bekräftigt unter Berufung auf die eigenen Quellen allerdings, dass Facebook in frühen Gesprächen mit der Musikindustrie sei - aber einen Service entwickeln wolle, der anders als aktuelle Angebote funktioniere. (dpa)
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