Abu Sayyaf: Manila lässt sich erpressen - DER SPIEGEL
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Abu Sayyaf Manila lässt sich erpressen

Die philippinische Regierung hat sich bereit erklärt, zwei malaysische Vermittler in das Geiseldrama einzuschalten. Zuvor hatten die Rebellen der Abu Sayyaf mit der Ermordung amerikanischer Gefangener gedroht und mehrere Kinder entführt.
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Manila - Die Extremisten hatten die Ermordung der Amerikaner ab 6 Uhr MESZ angekündigt, sollte sich Manila weigern, die geforderten zwei Malaysier mit der Vermittlung zu beauftragen. Neben den drei US-Bürgern sind noch zehn Philippiner in der Gewalt der Gruppe.

Abu-Sayyaf-Sprecher Abu Sabaya sagte einer lokalen Rundfunkstation, dass die Gruppe die Geiseln töten werde, sollte die Regierung sie "an der Nase herumführen". In einer ersten Stellungnahme dankte Präsidentensprecher Rigoberto Tiglao den Kidnappern dafür, den Geiseln nichts antun zu wollen. Die philippinische Regierung werde alles unternehmen, die beiden Malaysier wie verlangt in Verhandlungen einzuschalten.

Tiglao betonte allerdings, dass auch die Regierung in Kuala Lumpur noch zustimmen müsse. Die beiden Malaysier, ein ehemaliger Senator sowie ein Geschäftsmann, hatten bereits im Geiseldrama um die Göttinger Familie Wallert im vergangenen Jahr vermittelt.

Kinder als Geiseln

Unterdessen haben die Abu-Sayyaf-Guerilleros auf einer Plantage der Insel Basilan mehrere Kinder als Geiseln genommen. Die Bürgermeisterin der Ortschaft Lantawan, Tahira Ishmail, erklärte, die Rebellen hätten außerdem einen Wachmann in ihre Gewalt gebracht.

"Ich hoffe, sie tun den Kindern nichts", sagte Ishmail. "Sie sind unschuldig. Sie wissen nicht, was passiert." Die Rebellen hätten eine Kokosnuss- und Obstplantage gestürmt. Nach Angaben der Behörden schleiften die Angreifer die drei amerikanischen Geiseln mit sich.