Behörde warnt Quecksilber im Elbwasser
Nach Einschätzung der Hamburger Wassergütestelle werden die Abwässer Dresdens voraussichtlich noch bis zum Jahresende ungeklärt in die Elbe fließen. Auch zahlreiche andere Kläranlagen entlang der Oberelbe waren überflutet worden.
Die Quecksilberfracht des Stroms wird nach Angaben der Behörde im Jahr 2002 voraussichtlich auf 1,8 bis 1,9 Tonnen zunehmen. Im vergangenen Jahr waren 1,2 Tonnen gemessen worden, sagte der stellvertretende Leiter Thomas Gaumert. Als Ursache gab Gaumert die allgemeine Umweltbelastung entlang der Elbe an. Einem bestimmten Betrieb könne die erhöhte Belastung nicht zugeordnet werden. Ergebnisse von Wasseranalysen der Elbe auf das hochgiftige Dioxin sollten in der kommenden Woche vorliegen, hieß es.
Vorher, Nachher: Das Hein-Steyer-Stadion in Dresden während des Hochwassers (16.8.02) und nach Abfließen des Wassers (22.8.02)
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Rehsen ist komplett vom Hochwasser der Elbe eingeschlossen
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Gewitter über Dresden
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Einer, der sich wohlfühlt: Ein Frosch springt bei Lauenburg auf den Sandsackwällen
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Soforthilfe: Bei Neu Garge sichern Soldaten einen Deich
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Pegelkontrolle bei Hitzacker
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Im niedersächsischen Schnackenburg sind britische Soldaten zur Dammsicherung eingesetzt. Die Einheit ist bei Bergen-Belsen stationiert
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Pause: Britischer Soldat beim Einsatz im Kreis Lüchow-Dannenberg
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Im brandenburgischen Strohdehne treiben Strohrollen auf den aufgeweichten Feldern
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Die Gesundheitsbehörde empfahl, jeden Kontakt mit dem Elbwasser zu vermeiden. Dies gelte besonders nach dem Ablaufen des Hochwassers auch für den zurückbleibenden Schlamm, Pfützen und Tümpel im Vordeichbereich.
In weiten Teilen der Hochwassergebiete konnte auch am Freitagabend keine Entwarnung gegeben werden. Entlang der Elbe mussten schon 30.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Dabei geht die Gefahr im Moment nicht mehr durch ein Überfluten der Dämme aus. Die Behörden befürchten, dass die völlig durchfeuchteten Deichwände dem enormen Druck nachgeben könnten.
Besonders dramatisch ist die Lage im sächsischen Kreis Anhalt-Zerbst. Dort soll eine Sprengung des Hauptdeiches östlich von Wörlitz zwischen Wittenberg und Dessau für ein Abfließen der gewaltigen Wassermassen in die Elbauen sorgen. "Zurzeit lasten riesige Wassermassen auf einem alten Deich, der seit 100 Jahren kein Wasser mehr gesehen hat. Bricht dieser Deich, sind Wörlitz, Griesen und Vockerode bedroht", sagte der Landrat des Kreises am Freitag.
Durch die Sprengung soll auch der zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Wörlitzer Park vor einer möglichen Katastrophe bewahrt werden.
Besondere Gefahr drohte in Mecklenburg durch die kritische Lage im niedersächsischen Amt Neuhaus. Bei Stiepelse gelang es der Bundeswehr, ein größeres Leck mit 40.000 Sandsäcken abzudichten. Zusätzlich stabilisierten die Helfer den Deich an dieser für das gesamte Hinterland wichtigen Stelle mit tonnenschweren so genannten Big Packs, die mit Sand gefüllt sind.
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Im schleswig-holsteinischen Lauenburg, wo der Scheitel der Flutwelle nach Behördenangaben am Nachmittag noch nicht erreicht war, erhöhte sich der Pegelstand um vier Zentimeter auf 8,69 Meter. Die befürchtete Höhe von neun Metern dürfte nach Einschätzung des Landkreises nicht erreicht werden. Die Deiche waren hier mit Sandsäcken auf bis zu zehn Metern erhöht worden.
In Hamburg wird die Flutwelle entgegen früheren Prognosen bereits am Abend erwartet und dürfte noch niedriger ausfallen als bislang angenommen. Die Innenbehörde ging davon aus, dass das Wasser drei Meter unterhalb der Deichkrone bleiben wird. Auf der Elbe und im Hamburger Hafen waren Feuerlöschboote, Kleinboote und Schuten im Einsatz, Treibgut aufzusammeln.