Berlin: Streit um Mahnmal für NS-Opfer - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 21 / 74

Gedenken Streit um Mahnmal für NS-Opfer

• aus DER SPIEGEL 42/2023

Im Konflikt um das Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma haben sich Vertreter der Minderheit und die israelische Familie des Künstlers in einem offenen Brief an den Berliner Senat gewandt. Die bislang rund 250 Unterzeichner befürchten eine massive Beschädigung des Ensembles durch den Bau der S-Bahn-Linie 21. Die Trassenführung zerstöre »das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas unwiderruflich« und »entehrt die Opfer, die Überlebenden und deren Nachkommen«.

DER SPIEGEL 42/2023

Israel wehrt sich

Verschleppte Zivilisten, erschossene Festivalbesucher, hingerichtete Dorfbewohner – die islamistische Hamas-Organisation aus dem Gazastreifen hat Israel mit unvorstellbarem Terror erschüttert. Nun holt das Land zum Gegenschlag aus. Mit welchen Folgen?

Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL.

Für das Verkehrsprojekt müssten zeitweise mehrere Bäume weichen. Diese betrachtete der 2021 verstorbene Künstler Dani Karavan, der das Mahnmal konzipierte, jedoch als Teil seines Werks. »Jede Veränderung an den Bäumen würde die Abgeschiedenheit des Denkmals von der Stadt zer­stören«, zitieren die Verfasser den Bildhauer. Berlins Kultursenator Joe Chialo und Verkehrssenatorin Manja Schreiner (beide CDU) wollten sich auf Anfrage zu den Vorwürfen nicht äußern. Laut einer Sprecherin befinden sich die beiden Senatsverwaltungen derzeit im Austausch mit allen Betroffenen. »Wir streben eine schnelle, einvernehmliche Lösung an«, so die Sprecherin.

CSC, SV
Zur Ausgabe
Artikel 21 / 74