Meldungen vom Wochenende Die News im Überblick
Türkei: Rückkehr des Terrors
Nahe dem Stadion von Besiktas Istanbul ist die türkische Hauptstadt von zwei Explosionen erschüttert worden. Durch eine Autobombe und einen Selbstmordattentäter wurden mindestens 38 Menschen getötet und 155 verletzt. Seit rund anderthalb Jahren kommt es in der Türkei regelmäßig zu solchen Anschlägen. Zu den jüngsten Attacken bekannten sich die "Freiheitsfalken Kurdistans" (Tak), eine Abspaltung der verbotenen kurdische Arbeiterpartei PKK .
Somalia: Attacke am Hafen
Auch in der somalischen Hauptstadt Mogadischu kam es zu einem Selbstmordanschlag. Der Attentäter ließe einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen nahe dem Hafen explodieren, dabei wurden mehr als 20 Menschen getötet. Zu der Tat bekannte sich die islamistische Shebab-Miliz. Sie ist mit dem Al-Kaida-Netzwerk verbunden und kämpft seit Jahren gewaltsam für einen islamischen Gottesstaat.
Ägypten: Anschlag auf Christen
Kairo wurde am Wochenende ebenfalls Ziel eines Anschlags, der sich offenbar gegen koptische Christen richtete. In einem Nachbargebäude der Markuskathedrale starben laut dem Staatsfernsehen mindestens 25 Menschen durch eine Bombenexplosion, rund 35 wurden verletzt. Bereits am Freitag waren bei zwei Anschlägen in Kairo mindestens sechs Menschen getötet worden. Zu einem der Anschläge bekannte sich die islamistische Hasm-Bewegung.
Nigeria: Tödlicher Kollaps
Der Besuch einer Kirche im nigerianischen Uyo endete am Samstag für viel Gläubige tödlich. Während eines Festgottesdienstes zur Ordination eines neuen Bischofs stürzte zunächst das Dach des Neubaus ein, anschließend kollabierte das gesamte Gebäude. In unterschiedlichen Berichten wurde die Zahl der Todesopfer auf mindestens 160 oder gar mehr als 200 beziffert. Örtliche Medien mutmaßten, der Bau sei für das Großereignis möglicherweise überhastet fertiggestellt worden.
Italien: Gentiloni soll's richten
Nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum und Matteo Renzis Rücktritt steckt Italien mal wieder in der Krise. Die soll Paolo Gentiloni nun möglichst schnell beenden: Der bisherige Außenminister wurde am Sonntag von Staatspräsident Sergio Mattarella mit der Regierungsbildung beauftragt. Schon am Donnerstag könnte der bislang eher unauffällige Renzi-Vertraute Italien beim EU-Gipfel in Brüssel vertreten.
FC Bayern: Alles wieder beim Alten
Immerhin drei Wochen lang befand sich der FC Bayern zuletzt in der ungewohnten Rolle des Tabellenzweiten. Damit ist es vorbei: Nach einem 5:0 gegen den VfL Wolfsburg zogen die Bayern wieder am RB Leipzig vorbei, der komplett überraschend dem FC Ingolstadt unterlag. Für Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kam der 15. Spieltag einer vorzeitigen Bescherung gleich.
Literaturnobelpreis: Dylans nervöse Vertretung
Seit mehr als 40 Jahren steht Patti Smith auf der Bühne, doch dieser Auftritt war auch für sie keine Routine: Bei der Nobelpreisverleihung in Stockholm sang die 69-Jährige als Vertretung ihres Freundes Bob Dylan dessen Lied "A Hard Rain's A-Gonna Fall". Mitten im Vortrag musste Smith neu ansetzen und entschuldigte sich mit ihrer Nervosität. Dylan hatte die Verleihung des Literaturnobelpreises wegen angeblicher Terminschwierigkeiten abgesagt. Neben Smith schickte er aber immerhin eine Dankesrede, die von der US-Botschafterin in Schweden vorgetragen wurde.