In Berlin entlaufenes Känguru ist zurück - DER SPIEGEL
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Auf Privatgrundstück entdeckt In Berlin entlaufenes Känguru ist zurück

Ein seit Tagen in Berlin-Kladow vermisstes Wallaby ist in sein Gehege zurückgebracht worden. Dem Känguru geht es offenbar gut.
Handy-Aufnahme eines Anwohners, der das Känguru auf einer Grünfläche in Berlin-Kladow sah
Handy-Aufnahme eines Anwohners, der das Känguru auf einer Grünfläche in Berlin-Kladow sah

Handy-Aufnahme eines Anwohners, der das Känguru auf einer Grünfläche in Berlin-Kladow sah

Foto: Victor Heekeren / DER SPIEGEL

Ein seit Sonntag in Berlin-Kladow aus einem Privatgehege verschwundenes Känguru ist wieder aufgetaucht. Das berichtete der »Tagesspiegel « unter Berufung auf die Spandauer Bezirksstadträtin Tanja Franzke. Eine Tierärztin habe festgestellt, dass das Tier gesund sei, sagte die CDU-Politikerin der Zeitung.

Das Wallaby war am Wochenende aus seinem Gehege ausgebüxt. Anwohner und Passanten sichteten es später an verschiedenen Stellen im Bezirk Spandau. Polizisten versuchten, das Känguru einzufangen – allerdings ohne Erfolg. Es verschwand in einem Wald.

Betäubt und eingefangen

Der Bezirksstadträtin zufolge soll sich das Wallaby die ganze Zeit in Kladow aufgehalten haben. Eben dort wurde es laut »Tagesspiegel« am Donnerstag von Mitarbeitern eines Gartenbauunternehmens auf einem Privatgrundstück entdeckt. Sie hätten umgehend das Veterinäramt informiert, das eine Tierärztin entsandte.

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Wildtierärzte des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung hätten das Wallaby schließlich »stressarm« mit einem Narkosepfeil aus dem Blasrohr betäubt und eingefangen. Das Känguru sei untersucht und dann wohlbehalten seinem Besitzer übergeben worden, hieß es in einer Pressemitteilung  des Instituts.

Der Besitzer des Wallabys ist der Journalist Jakob Augstein.

»Dieses Tier ist nicht entlaufen«

Im RTL-Podcast Augstein & Blome  sagte er, seine insgesamt sechs Wallabys stammten aus Thüringen, das Ausgebüxte sei allerdings in Berlin geboren. Die Tiere seien einfach zu halten, ihr Gehege »sicher und wallabywürdig«.

Augstein geht laut eigenem Bekunden davon aus, dass ein Unbefugter die Tür zum Gehege eingetreten habe: »Dieses Tier ist nicht entlaufen, sondern ein unerwünschter Besucher hat sich Zutritt zu dem Gehege verschafft«, sagte er in dem Podcast.

Augstein kritisierte die Berichterstattung über das vermisste Tier – auch die des SPIEGEL, dessen Miteigentümer er als Sohn des SPIEGEL-Gründers Rudolf Augstein ist. Zwar verstehe er, dass die Menschen den schlimmen Nachrichten entfliehen wollten, aber: »Gaza, Ukraine, Trump, mein Wallaby? (…) Da müsst ihr euch bitte was anderes suchen.«

Auf SPIEGEL-Anfrage hatte sich Augstein Anfang der Woche nicht weiter zu dem Wallaby äußern wollen.

ala