Indonesische Insel Java Mehr als 50 Tote nach Erdrutsch
Bergungsarbeiten auf Java: Rettungskräfte suchen nach Überlebenden
Foto: DIDA NUSWANTARA/ AFPJakarta - Nach starken Regenfällen hat ein Erdrutsch auf der indonesischen Insel Java ein Dorf fast vollständig unter sich begraben. Die Zahl der Toten ist inzwischen auf 51 gestiegen. Mehr als tausend Freiwillige, Polizisten und Soldaten suchen nach 57 weiteren Vermissten.
Die Schlammlawine riss am Freitag mehr als hundert Häuser des Dorfes Jemblung im Zentrum der Insel mit sich. Rund 2000 Einwohner wurden obdachlos. Die Helfer graben mit Schaufeln und bloßen Händen im Schlamm nach Verschütteten. Bagger und Planierraupen schafften umgestürzte Bäume und Erdmassen von der Straße.
"Wir hoffen und beten, dass wir einige der Vermissten retten können, aber die Chancen stehen schlecht", sagte der Leiter des Rettungseinsatzes. Anhaltende Regenfälle hatten die Bergungsarbeiten bis zum Sonntag erheblich erschwert. Wegen der Sorge vor neuen Erdrutschen mussten die Rettungsteams ihre Suche teilweise unterbrechen.
Vor kurzem hat in Indonesien die Regenzeit begonnen. Durch tagelangen Starkregen kommt es jährlich zu Überschwemmungen und Erdrutschen in dem südostasiatischen Land. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde lebt etwa die Hälfte der 250 Millionen Einwohner des Landes in Gegenden, die bei starkem Niederschlag von Erdrutschen bedroht sind.