Höhlenforscher Johann Westhauser: 274 Stunden in der Tiefe
Johann Westhauser Höhlenforscher soll Intensivstation bald verlassen
Murnau - Der gerettete Höhlenforscher Johann Westhauser kann die Intensivstation schon bald wieder verlassen. Er habe sich weiter erholt und eine ruhige Nacht verbracht, teilte die Unfallklinik Murnau laut der Nachrichtenagentur dpa mit. "Er isst inzwischen mit gutem Appetit und konnte nach zwei Wochen erstmalig wieder auf eigenen Beinen mobilisiert werden." Für Montag sei eine "Stabilisierung der Augenhöhle" geplant. Danach werde Westhauser von der Intensivstation verlegt.
Westhausers Ärzte hatten am Freitag erklärt, der Höhlenforscher aus Pfinztal bei Karlsruhe befinde sich in einem "hervorragenden Zustand". Er sei gut ansprechbar und orientiert, sagte der Ärztliche Direktor Volker Bühren. Der Arzt kündigte dabei auch an, dass Westhauser etwa zwei Wochen in der Klinik in Oberbayern bleiben und dann für ein bis zwei Monate in eine stationäre Reha gehen werde.
Der 52-jährige Forscher war am Pfingstsonntag bei einem Steinschlag in der Höhle von einem Lehmbrocken getroffen worden und hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Westhauser war mehr als 274 Stunden in Deutschlands tiefster Höhle, ehe er in einer beispiellosen Rettungsaktion am späten Donnerstagvormittag an die Oberfläche gebracht wurde. Die Höhle soll nun verschlossen werden.