Windsor/London, Großbritannien
Die Presse steht im Regen vor den Toren von Schloss Windsor. Ein Livestream dokumentiert die Aussicht, mit der Hoffnung, DEN Moment zu erhaschen, in dem Ex-Prinz Andrew das Schlossgelände verlässt – nachdem sein Bruder, König Charles, ihm seine Titel entzogen und aus seinem Wohnsitz geworfen hat.
Der ehemalige Prinz und Herzog von York, der nun nur noch Andrew Mountbatten Windsor heißt, ist wegen seiner Verbindungen zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein endgültig aus den Reihen der königlichen Familie verstoßen worden.
Die britische Presse schlachtet den Fall genüsslich aus. Und was sagen die Briten selbst zu der Causa Andrew und den Maßnahmen des Königshauses?
Kiran Parucha, Passant:
»Ich halte den Schritt für richtig, aber ich finde, dass zu viel Aufsehens darum gemacht wird. Ich denke, man sollte damit aufhören, über ihn zu reden.«
Debbie, Passantin:
»Ich mag die königliche Familie. Ich bin für die Monarchie, und er sollte nicht dazugehören. Königin Elizabeth hätte ihn nicht so sehr schützen sollen, wie sie es getan hat.«
Anna Hunter, Passantin:
»Ich finde es gut. Nur weil er zur königlichen Familie gehört, heißt das nicht, dass er nicht für seine Taten zur Verantwortung gezogen werden sollte. Ich finde es ziemlich bedeutend, dass die königliche Familie sich tatsächlich gegen ihn gestellt hat.«
Es gibt aber auch andere Meinungen:
Passant:
»Das hätte niemals passieren dürfen, bevor seine Schuld nicht bewiesen ist. Letztendlich ist das doch nur typischer Medienmist, entschuldigen Sie – aber es ist einfach Mist. Sie haben ihn gejagt, es ist eine Hexenjagd.«
Keith Stibbards, Passant:
»Ich war schon immer Royalist, und ja, das Ganze ist nur eine Nebensache. Also ja, es ist nebensächlich.«
Die Mehrheit der Briten sieht es allerdings anders: Laut einer repräsentativen Umfrage halten 88% die öffentliche Degradierung von Andrew für »richtig«.