Silvester in Deutschland: 2019 ist da! - DER SPIEGEL
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Silvester: So feiern Deutschland und Europa

Foto: Andrew Milligan/ dpa

Silvesterfeiern in Deutschland Auf ein Neues!

Willkommen, 2019: Überall auf der Welt feiern die Menschen Neujahr, allein in Berlin kamen Zehntausende zum Brandenburger Tor. Anders als in den Vorjahren gab es laut Polizei bisher keine Beschwerden über Übergriffe.
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2019 ist da! Mit Brillen, Luftballons und offiziellem Feuerwerk haben am Brandenburger Tor Zehntausende Menschen um Mitternacht den Jahreswechsel gefeiert. Die größte Silvesterparty Deutschlands steht unter dem Motto "Welcome 2019". Auf der Bühne der Partymeile spielten unter anderem Eagle Eye Cherry, DJ Bobo, Bonnie Tyler, Alice Merton und Nico Santos.

"Es war schon früh richtig voll", sagte eine Polizeisprecherin an diesem Abend. Gegen 22:30 Uhr wurden wegen der "proppevollen Festmeile" keine weiteren Menschen auf das Gelände gelassen, schrieb die Berliner Polizei auf Twitter. Bereits seit dem Nachmittag hatten sich nach Angaben des Veranstalters an den Eingängen Schlangen gebildet. Dies war auch den Sicherheitskontrollen geschuldet: Feuerwerk, Flaschen, spitze Gegenstände und größere Taschen sind auf dem Party-Areal verboten.

Einige deutsche Städte haben dieses Jahr ihr Böllerverbot ausgeweitet, darunter Hannover, Köln, Düsseldorf und Dortmund. Über Verbote von privatem Silvesterfeuerwerk wird bereits seit Längerem diskutiert (lesen Sie hier einen Kommentar zu dem Thema). In Stuttgart scheiterte ein Versuch, Feuerwerk zu verbieten, und auch in Berlin wurden keine zusätzlichen Verbotszonen eingerichtet.

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Silvester: So feiern Deutschland und Europa

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Die Berliner Polizei scheint trotzdem konsequent durchzugreifen: "Wenn man mit illegalen Böllern im Rucksack in Reinickendorf vor dem Polizeiauto mit Schreckschusswaffen rumballert, dann endet die längste Nacht des Jahres eben schon um 21 Uhr bei Mutti zu Hause", schrieb sie auf Twitter.

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Anders als in den Vorjahren gab es laut Polizei zumindest in den Stunden vor Mitternacht kaum unangenehme Vorfälle - bisher gab es demnach keine Beschwerden über Antanzereien, auch wurden keinerlei Übergriffe auf Helfer oder Polizisten gemeldet. "Es ist wirklich recht ruhig dieses Jahr", sagte eine Sprecherin.

Bis Mitternacht wurden Hunderttausende Besucher im Herzen Berlins erwartet. Für die Sicherheit war ein Großaufgebot von Polizisten am Ort. Auf der Partymeile und am Alexanderplatz zusammen waren es rund 1300 Einsatzkräfte, wie die Polizei auf Twitter mitteilte - in der Silvesternacht 2017/2018 waren es rund 1800 Beamte.

Während in Berlin noch auf den Countdown hingefiebert wurde, wurde in anderen Zeitzonen schon das neue Jahr gefeiert: In Australien begrüßte die Hafenstadt Sydney 2019 zehn Stunden früher als Deutschland mit einem Rekordfeuerwerk: Achteinhalb Tonnen Pyrotechnik und damit eine halbe Tonne mehr als im vergangenen Jahr wurden im Hafen der Stadt in die Luft gejagt. Mehr als 100.000 Raketen und andere Effekte ließen den Himmel über geschätzt 1,5 Millionen Zuschauern zwölf Minuten lang erstrahlen. Die Kosten beliefen sich nach Angaben der Organisatoren auf umgerechnet rund 3,7 Millionen Euro.

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Silvester: So feiert die Welt das neue Jahr

Auch an vielen Orten in Asien wurde der Jahreswechsel gefeiert - obwohl das chinesische Neujahr 2019 auf den 5. Februar unserer Zeit fällt. In einem Tempel in Seoul in Südkorea konnten Bürger Papiersterne mit Wünschen fürs neue Jahr beschreiben und aufhängen. In Japan wurden zu Mitternacht, acht Stunden vor der deutschen Zeit, vor dem Tokio Tower Hunderte Ballons in die Luft gelassen. In China richtete Peking eine große Neujahrsparty aus, in der unter anderem als Schneemänner verkleidete Kinder auftraten.

Auf den Philippinen zündeten auch Einwohner Feuerwerke. Das katholisch geprägte Land feiert den 1. Januar als Neujahrstag. Dabei werden traditionell Türen und Fenster auf- und Lampen angemacht, auf die Fensterbänke und in alle Hosen- und Jackentaschen kommen Münzen - das soll Wohlstand im neuen Jahr garantieren. (Lesen Sie hier mehr über Silvesterbräuche in aller Welt.) In Myanmar begrüßten 21 verschiedene ethnische Gruppen das neue Jahr mit traditionellen Ritualen wie dem Entzünden einer Feuerstatue.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind mit einem Weltrekordversuch ins neue Jahr gestartet: Das kleine Emirat Ras al-Chaima versucht nach eigenen Angaben, den bisherigen Rekord für das streckenmäßig längste Feuerwerk von 11,83 Kilometern zu überbieten. Das Feuerwerk dauerte zwölf Minuten.

In Russland läutete der traditionelle Glockenschlag des Spasski-Turms am Kreml das neue Jahr ein. Die Stimmung wurde jedoch überschattet von der Gasexplosion vom Silvestertag in der Stadt Magnitogorsk, nach der immer noch mit Dutzenden Toten gerechnet werden muss. In Moskau schlug es am Montag zwei Stunden früher als in Deutschland Mitternacht; die weiter östlich gelegenen Landesteile waren noch früher ins neue Jahr gegangen.

kko/dpa