Stierkampf in Saragossa: Einäugiger Torero wird im Gesicht getroffen - DER SPIEGEL
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Torero Padilla: Das wäre fast ins Auge gegangen

Foto: ALBERTO SIMON/ AFP

Stierkampf 650-Kilo-Bulle trifft einäugigen Matador mit dem Horn im Gesicht

Vor fünf Jahren verlor Torero Juan José Padilla sein linkes Auge im Kampf mit einem Stier. Jetzt hat es ihn in der Arena wieder erwischt.
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Juan José Padilla kniet vor dem Stier, die ultimative Provokation. Der Koloss stürmt los, 650 Kilogramm geballte Wut stürzen auf den Torero zu, der nun doch nicht schnell genug auf die Beine kommt. Ein Aufschrei geht durchs Publikum: Der Stier erwischt Padilla mit dem Horn im Gesicht. Der 43-Jährige geht zu Boden, der Stier fährt herum und geht noch einmal auf seinen Widersacher los, überrennt ihn, trampelt ihn nieder. Endlich wird Padilla von Helfern aus der Arena gezogen.

Für Padilla ist es nicht das erste Mal, dass der Stier schneller ist.

Das letzte Mal wurde es sogar live im Fernsehen übertragen, ein Millionenpublikum sah 2011 zu, wie ihm der Stier das Horn in den Kiefer rammte; in der Augenhöhle trat das gekrümmte Horn wieder hervor. Padilla verlor sein linkes Auge und überlebte nur knapp. Doch schon nach fünf Monaten feierte er sein Comeback - und wurde zur nationalen Legende.

Dieses Mal ging die schmerzhafte Begegnung mit dem Stier glimpflicher für den Torero aus, er kam mit leichten Verletzungen davon. Das Horn des Bullen hatte Padilla nur an der Augenklappe getroffen, ihn nur gestreift. Nach einer kurzen Behandlung kehrte er für einen weiteren Kampf in die Arena zurück - und wurde dafür von den Zuschauer lautstark gefeiert.

"Wenn jeder Mensch eine bestimmte Zahl von Wundern zur Verfügung hat", kommentierte die Zeitung "El Mundo" den jüngsten Auftritt des Toreros in der Arena, "dann hat Padilla seine Quote längst ausgeschöpft."

asc/dpa