"Ja": Madonna hat geheiratet - DER SPIEGEL
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"Ja" Madonna hat geheiratet

Ihre Fans konnten an dem großen Tag nicht teilhaben. Immerhin drang die Nachricht schließlich nach draußen. "Es ist passiert", sagte Pfarrerin Susan Brown: Madonna ist unter der Haube.
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Dornoch - Rund zwölf Stunden mussten Journalisten und Fans auf die Bestätigung warten, bis Brown, die inzwischen den Spitznamen "Holy Spice" trägt, die Nachricht überbrachte. Die vor der Öffentlichkeit streng abgeschirmte Trauung von Popstar Madonna und Filmregisseur Guy Ritchie fand am Freitag auf Schloss Skibo im schottischen Küstenort Dornoch statt. Britische Zeitungen berichteten, 60 Gäste hätten die Zeremonie in der Schlosskapelle verfolgt. Madonna sei von roten Rosen umgeben gewesen, als sie Ritchie das Ja-Wort gab, schrieb "The Mail".

Offiziell waren weder der Zeitpunkt der Trauung noch die Gästeliste bekannt. Eine Schar frierender Reporter harrte bis tief in die Nacht vor Schloss Skibo aus, um doch noch das eine oder andere Detail zu erfahren, doch Madonnas Pressesprecher hüllten sich in Schweigen, ebenso die Gäste, die am frühen Morgen den Ort der Feier verließen. Popstar , der im traditionellen Schottenrock erschienen war, winkte freundlich, als er sich mit seiner Frau Trudie Styler in einer Limousine auf den Heimweg machte, lehnte aber jeden Kommentar ab. Styler hatte Madonna und Ritchie miteinander bekannt gemacht. Die Hoffnung auf ein prächtiges Feuerwerk nach vollzogener Trauung erfüllte ebenfalls sich nicht.

Ein Reporter des britischen Fernsehsenders BBC behauptete schließlich Einzelheiten zu wissen: Demnach fand die Hochzeit gegen 18 Uhr statt. Anschließend habe das Paar in dem Schloss, das 1880 von dem US-Stahlmagnaten Andrew Carnegie gekauft und luxuriös renoviert worden war, ein typisch schottisches Fest mit Tanz und Dudelsackklängen und gefeiert. Ritchie heiratete im Kilt. Da seine Familie zum schottischen Clan der Macintosh gehört, trug er den Tartan (das Stoffmuster) "Hunting Macintosh".

Trauzeugen waren US-Schauspielerin Gwyneth Paltrow ("Shakespeare In Love"), eine enge Freundin der Braut, und Filmproduzent Matthew Vaughn, ein Partner und Freund Ritchies. Zu den Gästen gehörten auch Modedesignerin Donatella Versace, der britische Schauspieler Rupert Everett und Modedesignerin Stella McCartney - die Tochter des Exbeatles Paul McCartney, die Gerüchten zufolge auch Madonnas Hochzeitskleid entworfen haben soll. Popsänger Elton John, über dessen Teilnahme ebenfalls spekuliert wurde, trat am Freitagabend in einer Fernsehshow auf und erklärte, er sei nicht eingeladen worden.

Gerätselt wurde nach wie vor, in welchem Kleid Madonna denn nun vor den Traualtar getreten war. Der New Yorker Juwelier Harry Winston gab bekannt, dass sein Haus im Auftrag der Braut ein Kreuz mit blau-weißen Diamanten als Anhänger angefertigt hatte. Ferner habe sie Ohrringe in Tropfenform mit 15-karätigen Diamanten gewählt sowie für die Handgelenke netzartige Manschetten mit jeweils 782 Brillanten, insgesamt 126 Karat.

Für den Bräutigam lieferte Winston Kragenknöpfe und Manschettenknöpfe mit 36 Saphiren und Smaragden. Der Modehersteller Alfred Dunhill teilte vor der Hochzeit mit, Ritchie wollte ein grünes Tweedsakko mit passender Krawatte und Socken sowie ein schlichtes weißes Baumwollhemd mit geradem Kragen tragen. Vermutlich wollte Ritchie dazu einen Schottenrock wählen.

Die 42-jährige Madonna und ihr zehn Jahre jüngerer Verlobter hatten am Donnerstag ihren Sohn Rocco in der Kirche von Dornoch taufen lassen. Mehrere hundert Menschen versammelten sich, um einen Blick auf das Paar zu werfen. Sicherheitskräfte hielten die Schaulustigen jedoch von den Eltern und ihren prominenten Gästen fern.

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