Nach Protestaktion Berliner Polizei ermittelt gegen Greenpeace
Protestaktion um die Siegessäule in Berlin
Foto: Greenpeace Germany/dpaDie Berliner Polizei ermittelt nach einer Protestaktion gegen Greenpeace. Es gehe um den Verdacht der Gewässerverunreinigung, teilte die Behörde auf Twitter mit.
Die Umweltschutzorganisation hatte den Kreisverkehr um die Berliner Siegessäule gelb eingefärbt, um unter dem Motto "Sonne statt Kohle" für einen konsequenten Klimaschutz zu protestieren. Nach eigenen Angaben verwendeten die Aktivisten ökologisch abwaschbare und umweltfreundliche Farbe.
#Update:
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) June 27, 2018
Wir haben heute nach Rücksprache mit @wasserbetriebe zusätzlich ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Gewässerverunreinigung eingeleitet.
Das Schmutzwasser wird am Großen Stern direkt in die #Spree geleitet.
^tsm https://t.co/U658w6X8q4
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Daran hat die Polizei offenbar Zweifel: "Es besteht der Verdacht, dass ein Bestandteil der Farbe dazu geeignet ist, Flora und Fauna der Spree zu stören", heißt es bei Twitter. Eine Probe der Farbe werde aktuell im kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalamtes untersucht.
Außerdem kommt auf Greenpeace eine Rechnung der Berliner Stadtreinigung (BSR) zu. Zwar stehe die genaue Höhe der Reinigungskosten noch nicht fest, sagte BSR-Sprecher Sebastian Harnisch. Klar sei aber: "Wir werden die Kosten dem Verursacher in Rechnung stellen."
Die Greenpeace-Aktivisten hatten auf dem mehrspurigen Kreisverkehr mit fünf Ausfahrten 3500 Liter gelbe Farbe verteilt. Aus der Luft sollte so das Bild einer Sonne zu sehen sein - als "strahlendes Symbol für die Energiewende". Anlass der Protestaktion war das erste Treffen der Kohlekommission der Bundesregierung.