Explosion in Wuppertaler Wohnhaus Angeklagter Mieter gesteht, Gasleitungen geöffnet zu haben
Der Angeklagte und sein Anwalt im Landgericht Wuppertal
Foto: Caroline Seidel/ dpaFünf Menschen wurden verletzt, als sich im Juni 2018 in einem Mehrfamilienhaus in Wuppertal eine Explosion ereignete. Jetzt hat ein wegen 21-fachen Mordversuchs angeklagter Mieter vor Gericht zugegeben, für die Tat verantwortlich zu sein. Er habe sich umbringen wollen und dazu die Gasleitung geöffnet, sagte der 54-Jährige beim Prozessauftakt.
Er sei zunächst eingeschlafen und dann, weil er auf die Toilette musste, aufgewacht. Er habe nicht mehr an das Gas gedacht und eine Zigarette rauchen wollen. Als er das Feuerzeug zündete, sei es zu der Explosion gekommen.
Der Mann bat alle ehemaligen Bewohner des Hauses um Verzeihung. "Ich weiß, dass ich die Verantwortung trage", sagte er. "Ich habe das nicht gewollt." Am Tattag habe er wie sonst auch Alkohol konsumiert.
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Etwa 30 Menschen, darunter auch kleine Kinder und Jugendliche, hatten in der Nacht zum 24. Juni 2018 auf einen Schlag ihr Zuhause verloren. Die Wucht der Explosion hatte einen Bewohner auf die Straße geschleudert. Er schwebte in Lebensgefahr und ist seitdem ein Pflegefall.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die Explosion heimtückisch und gemeingefährlich verursacht zu haben. Die Detonation hatte große Teile des dreistöckigen Hauses in der Lenneper Straße im Wuppertaler Stadtteil Langerfeld weggesprengt.
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