Katholischer Pfarrer verbietet Yoga-Kurse im Gemeindesaal - DER SPIEGEL
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Om mein Gott Britischer Pfarrer verbietet Yoga-Kurse im Gemeindesaal

Weil der hinduistische Ursprung der Übungen nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar sei, hat ein Pfarrer aus England Yoga-Kurse im Gemeindesaal verboten. Die Veranstalterin kann die Entscheidung nicht verstehen.
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London - Ziemlich unflexibel: Im britischen Southampton hat der katholische Pfarrer John Chandler Yoga-Kurse im Gemeindesaal verboten. In diesen Räumen werde der christliche Glaube praktiziert, und der sei mit dem Hinduismus, auf dem Yoga basiere, nicht vereinbar. Zumal die Kurse als "spirituelles Yoga" angeboten worden seien.

Die Kursleiterin Cori Withell kann diese Entscheidung nicht verstehen. Sie hatte die Räumlichkeiten bereits vor zwei Monaten gebucht und auch schon 180 Pfund angezahlt. Sie sagte der Zeitung "Telegraph" , sie habe gelesen, dass Meditation in einigen Religionen abgelehnt werde. "Aber in meinen Kursen wurde nie meditiert - es waren nur Übungen. Yoga ist nicht religiös: spirituell, aber nicht religiös."

Doch ihre Überzeugungsversuche blieben erfolglos. "Ich habe versucht, der Kirche zu erklären, dass meine Kurse nichts mit Religion zu tun haben und ich habe sogar angeboten, ihnen die Übungen zu zeigen", erklärte sie dem "Southern Daily Echo" . Das sei abgelehnt worden. Pfarrer Chandler blieb bei seiner Haltung, ergänzte aber gegenüber dem "Telegraph": "Wir sagen nicht, dass Yoga falsch oder richtig ist."

Ein Sprecher der Diözese in Portsmouth erklärte, es sei nicht möglich, katholische Einrichtungen für Aktivitäten anderer Religionen zu nutzen. Die konkrete Entscheidung sei aber jedem Gemeindepriester selbst überlassen, eine einheitliche Linie gebe es nicht.

amp/dpa