"Kursk"-Drama: Erste offizielle Details - DER SPIEGEL
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"Kursk"-Drama Erste offizielle Details

Vor einem Jahr sank das russische Atom-U-Boot "Kursk". Die russischen Behörden haben jetzt erstmals ihr Schweigen über die Todesursache einiger Seeleute gebrochen.
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Moskau - Die im Herbst vergangenen Jahres aus der Heckkammer geborgenen zwölf Opfer seien erstickt. "Nach allem zu urteilen, starben sie an einer schnellen Kohlenmonoxid-Vergiftung. Auslöser war womöglich eine Explosion oder ein Feuer an Bord", teilte die Leitende Militärstaatsanwaltschaft in Moskau mit. In Berichten aus dem letzten Jahr war lediglich von Brandspuren an den Leichen die Rede gewesen.

Nach der für Ende September geplanten Hebung sollen Ermittler und Experten der Militärstaatsanwaltschaft als Erste das "Kursk"-Wrack betreten. Jede U-Boot-Sektion werde von einer Sondergruppe aus Ermittlungsbeamten und Marinespezialisten untersucht, sagte der Chefermittler der Militärstaatsanwaltschaft, Viktor Schejin, nach Angaben der Agentur Interfax.

Die genaue Unfallursache gilt nach offiziellen Angaben noch immer als ungeklärt. Experten gehen davon aus, dass ein defekter Torpedo an Bord die Katastrophe verursachte.

In der Barentssee schnitten Taucher bis zum Dienstag 13 der vorgesehenen 26 Löcher in den Rumpf der "Kursk". In den Löchern sollen die Stahlseile befestigt werden, mit denen das 18.000 Tonnen schwere Wrack gehoben wird.