Wiener Opernball Lucky Lugner
Wiener Opernball: Lucky Lugner
Foto: Georg Hochmuth/ dpaWien - Vor kurzem noch suhlte sie sich im Schlamm und grabbelte zwischen Skorpionen nach Sternen. Brigitte Nielsen beeindruckte die Zuschauer beim diesjährigen Dschungelcamp und bekam dafür die Krone aufgesetzt.
Meistens geht die Karriere nach Trash-TV-Shows wie dem Dschungelcamp traurig weiter. Für viele ist der Einzug in den Dschungel das Ende beziehungsweise die Bankrotterklärung. Nicht so für Nielsen. Sie startete auf dem Wiener Opernball in einem roten Kleid aus hundert roten Rosen die Eleganz-Offensive.
Bauunternehmer Richard Lugner traf mit Zylinder und seinen Stargästen, neben Nielsen dem früheren James-Bond-Darsteller Roger Moore, ein. "Es ist eine wunderbares Abend und ich bin voll von Emotionen. Oh mein Gott, mein Herz explodiert", sagte Nielsen. Wie das österreichische Magazin "Society" berichtete, habe sich Nielsen wie eine Grande Dame verhalten, kein bisschen peinlich.
Wiener Opernball: Lucky Lugner
Zu der Ball-Eröffnung sagte sie laut "Society": "Ich hatte Tränen in den Augen. Das war eine der schönsten Sachen, die ich jemals gesehen habe - und ich habe schon wirklich viel gesehen." Wegen der stilvollen Atmosphäre habe sie sich in eine andere Zeit zurückversetzt gefühlt. "Die Balletttänzer, die Opernsängerin, sie waren wundervoll. Es war das Gegenteil vom Dschungel", sagte Nielsen. Gute Manieren bewies das Ex-Mannequin außerdem: Für ein Interview mit dem ORF zog sie sich extra die Schuhe aus um nicht so viel größer zu wirken als Lugner.
Außer Nielsen und Moore kamen in diesem Jahr auch Prominente wie Boris und Lilly Becker, Lothar Matthäus, David Garrett und Model Helena Christensen zu der traditionellen Veranstaltung. Auch die erste "Germanys next Topmodel"-Gewinnerin, Lena Gercke, schritt den roten Teppich ab. Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer brachte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon mit. Vertreten war auch das halbe österreichische Kabinett und die deutsche Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner.
Lugner brachte in der Vergangenheit Stars wie Sophia Loren, Claudia Cardinale, Jacqueline Bisset und Faye Dunaway ebenso gegen Bezahlung in seine Loge, wie "Baywatch"-Ikone Pamela Anderson oder Hotel-Erbin Paris Hilton. Vor einem Jahr löste er mit der im Sexskandal um Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi bekannt gewordene Karima el-Marough alias Ruby einen kleinen Eklat aus.
In Österreich zählt die Eröffnung des Opernballs jedes Jahr zu den meistgesehenen Fernsehsendungen. 2011 sahen 1,52 Millionen Menschen zu. Nur eine Nachrichtensendung über das explodierte Atomkraftwerk in Fukushima hatte mehr Zuschauer.