Lichtenhagen-Prozess Das Verfahren geht weiter
Schwerin - Vor Gericht stehen drei heute 26, 27 und 28 Jahre alte Männer aus Schwerin, die bei den Ausschreitungen vor mehr als neun Jahren aus einer Menge von rund 400 Rechtsradikalen Brandsätze geworfen haben sollen. Ihnen wird versuchter Mord, schwerer Landfriedensbruch und schwere Brandstiftung vorgeworfen.
Einer der Angeklagten bestritt den Vorwurf des Mordversuchs. Er habe weder Steine noch Brandsätze gegen das von Vietnamesen bewohnte Haus geworfen. Der heute 26-Jährige räumte jedoch ein, damals der Skinhead-Szene angehört und möglicherweise auch ausländerfeindliche Parolen gerufen zu haben.
Er sei bei den Krawallen stark betrunken gewesen. Ein zweiter Angeklagter wollte, entgegen seiner Ankündigung, zur Sache nicht aussagen. Das Gericht lehnte auch den Antrag der Nebenklage ab, einen vierten mutmaßlichen Randalierer, gegen den das Verfahren wegen Verjährung eingestellt worden war, ebenfalls wegen versuchten Mordes anzuklagen und in den laufenden Prozess einzubeziehen.