Malaysia Airlines: Thailändischer Satellit sichtet 300 Objekte - DER SPIEGEL
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Verschollene Boeing: Die Bilder des thailändischen Satelliten

Foto: Greg Wood/ AP/dpa

Verschollenes Flugzeug Thailändischer Satellit sichtet 300 mögliche Trümmerteile

Die Suche nach Flug MH 370 im Indischen Ozean ist wegen schlechten Wetters unterbrochen - doch Aufnahmen aus dem All haben erneut Hinweise auf mögliche Trümmerteile geliefert. Rund 300 Objekte soll ein thailändischer Satellit gesichtet haben.
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Perth - Bei der Suche nach der vermissten Malaysia-Airlines-Maschine haben Satellitenaufnahmen womöglich eine weitere Spur ergeben. Bilder eines thailändischen Erdbeobachtungssatelliten sollen rund 300 im südlichen Indischen Ozean treibende Objekte zeigen. Das teilte Anond Snidvongs mit, der Leiter der thailändischen Weltraumagentur Gistda.

Demnach zeigen die Bilder Objekte verschiedener Größe, einige davon seien bis zu 16 Meter lang. Zum Zeitpunkt der Aufnahme habe sich das Treibgut etwa 200 Kilometer von jener Stelle befunden, an der ein französischer Satellit am Vortag 122 mögliche Trümmerteile ausgemacht hatte. Ob es sich um Überreste des verschwundenen Flugzeugs handelt, ist allerdings noch unklar - wie bei allen bisherigen Sichtungen von Gegenständen im Suchgebiet.

Geliefert hat die Aufnahmen Thailands sogenannter "Theos"-Satellit, dessen Kameratechnik laut Hersteller auf Bildern Oberflächendetails von bis zu zwei Metern darstellen kann.   Anond zufolge entstanden die Fotos bereits am Montag, es habe aber zwei Tage gedauert, sie zu verarbeiten. Dann habe man sie an die malaysischen Behörden übergeben.

Suchflugzeuge zurückgerufen

Unterdessen ruhen im Indischen Ozean die Suchbemühungen. Nach einer Schlechtwetterprognose für die nächsten 24 Stunden rief die australische Seesicherheitsbehörde Amsa sämtliche beteiligten Flugzeuge zum Festland zurück. Lediglich Schiffe bleiben in der Region und sollen weiter nach Trümmerteilen Ausschau halten.

Bereits am Dienstag hatten starker Wind, hohe Wellen und Regen eine Unterbrechung der Operation erzwungen. Bei der Wiederaufnahme der Suchaktion am Mittwoch kamen sechs Militärflugzeuge aus Australien, China, Japan und den USA sowie fünf zivile Maschinen zum Einsatz. Außerdem waren ein australisches Kriegsschiff und vier chinesische Schiffe beteiligt.

Flug MH 370 war am 8. März mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Die malaysische Regierung sowie die Fluggesellschaft gehen von einem Absturz im Indischen Ozean aus.

rls/AP/Reuters