Mann angeschossen: Das zwölfte Opfer des Heckenschützen? - DER SPIEGEL
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Mann angeschossen Das zwölfte Opfer des Heckenschützen?

Der mysteriöse Scharfschütze, der seit zwei Wochen den Großraum Washington terrorisiert, hat möglicherweise zum zwölften Mal zugeschlagen: In der Nacht zum Sonntag wurde ein Mann auf dem Parkplatz einer Raststätte von einer Kugel niedergestreckt und schwer verletzt.
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Washington - Der Schuss traf einen 37-Jährigen in Ashland im US-Bundesstaat Virginia. Wie zwei der bisher elf Opfer überlebte er den Anschlag schwer verletzt. Neun Opfer des so genannten Sniper sind bei den heimtückischen Attacken bisher gestorben.

Die Polizei von Ashland, 145 Kilometer südlich von Washington, und des County Hanover teilte mit, der Mann sei gegen 20 Uhr Ortszeit (2 Uhr deutscher Zeit) in den Bauch getroffen worden, als er mit seiner Frau auf dem Weg zum Auto gewesen sei. Das Ehepaar habe in Ashland gehalten, um zu tanken und etwas zu essen. Der Schuss sei vermutlich aus einem etwa 100 Meter entfernten Wäldchen abgefeuert worden.

Das Opfer wurde in die Universitätsklinik der 25 Kilometer entfernten Staatshauptstadt von Virginia, Richmond, gebracht. Der Mann schwebe in Lebensgefahr, sagte eine Krankenhaussprecherin am Sonntagmorgen. Sein Name wurde nicht genannt.

Die Frau des Reisenden in Ashland habe "ein Geräusch gehört, es aber nicht mit einem Gewehrschuss in Verbindung gebracht. Ihr Mann ging noch drei Schritte und sank dann auf dem Parkplatz in sich zusammen", sagte der Polizeichef der Stadt, Frederic Pleasants. Sein Bezirkskollege Stuart Cook sagte: "Wir wissen nicht, ob es einen Zusammenhang gibt mit dem Heckenschützen in Nordvirginia und Maryland. Aber wir tun so, als ob, bis wir wissen, dass es nicht so ist."

Die örtliche Polizei schaltete die Sonderkommission ein, die seit Beginn der Mordserie nach dem Todesschützen fahndet. Zudem kamen Beamte unter anderem der Bundesbehörde für Alkohol, Tabak und Schusswaffen, der Leibwache des Präsidenten und des FBI nach Ashland.

Die Ermittlungen, der Einsatz von Spürhunden und die Ringfahndung, die gleich nach der Tat anliefen, brachten nach Polizeiangaben keine unmittelbaren Ergebnisse. Es seien weder eine Spur des Schützen noch die Kugel gefunden worden, die den Reisenden getroffen habe, sagte Pleasants. Im Umland wurden Straßensperren errichtet.

Seit dem 2. Oktober wurden im Raum Washington neun Menschen erschossen und zwei angeschossen - allerdings immer an Werktagen und nie an einem Wochenende. Die Polizei geht von einem einzigen Täter aus, der immer nur einen einzigen Schuss aus großer Entfernung abgab und dann spurlos verschwand. Am vergangenen Montag erschoss er auf dem Parkplatz eines Baumarktes in Falls Church in Virginia eine 47 Jahre alte Angestellte der Bundespolizei FBI.

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