Spanische Exklave Melilla Armutsgrenze
Morgens, elf Uhr in der spanischen Exklave Melilla. Zwei Golferinnen stehen am Abschlag. Es könnte ein normaler Vormittag auf dem Grün sein, wären da nicht die Menschen im Hintergrund. Etwa zweihundert Meter entfernt von den Sportlern steht der Grenzzaun zu Marokko. Obenauf sitzen ein Dutzend afrikanische Flüchtlinge. Das Bild macht das Ausmaß der Flüchtlingstragödie deutlich. "Für mich ist es ein Sinnbild für die Unterschiede, die hier existieren und all das Hässliche, das vor sich geht", sagte der Fotograf José Palazón laut "El País". Die spanische Zeitung veröffentlichte auch ein Foto mit Flüchtlingen und Golfern aus einer ähnlichen Perspektive .
Mehr zum Thema in unserem Multimedia-Spezial
Spanien-Marokko, Griechenland-Türkei, Ungarn-Serbien: Orte entlang dieser drei Grenzen zeigen, mit welch rabiaten Methoden sich Europa gegen Arme und Schutzsuchende abschottet. SPIEGEL-Reporter Maximilian Popp und Fotograf Carlos Spottorno reisten zu Schutzzäunen und in Auffanglager, sie begleiteten Patrouillen auf See und trafen Flüchtlinge, die alles riskieren für eine Zukunft in Europa.