Tour-de-France-Gewinner Bradley Wiggins' Kinder wegen Armstrongs Dopingbeichte gemobbt
Bradley Wiggins: Kinder leiden unter Armstrongs Dopingvergehen
Foto: Alex Livesey/ Getty ImagesPalma de Mallorca - "Ist dein Vater auch gedopt?" Diese Frage mussten sich die Kinder des früheren Tour de France-Siegers Bradley Wiggins anhören. "Ist er wie Lance Armstrong?", piesackten die Mitschüler. Schließlich hat ihr Vater auch die Tour gewonnen. Seine Kinder seien im Zuge des Dopingskandals um Lance Armstrong in der Schule schikaniert worden, erzählte der erste britische Gewinner der Frankreich-Rundfahrt (2012) am Rande eines Trainingslagers auf Mallorca.
Immer wieder seien Ben und Isabella gefragt worden, ob ihr Vater auch dopet. Er fühle sich selbst verantwortlich dafür, dass seine Kinder zu Mobbingopfer wurden, sagte der 33-Jährige der britischen Zeitung "Daily Telegraph". Daher habe er sie im vergangenen Jahr an einer anderen Schule angemeldet.
Armstrong war 2012 wegen Dopings lebenslang gesperrt worden, zugleich wurden ihm alle sieben Toursiege aberkannt. Wiggins möchte mit seinen umstrittenen Vorgängern nicht verglichen werden. "Es gibt nicht viele von uns Toursiegern, die keine Doping-Geschichte haben", sagte Wiggins, "vielleicht drei oder vier, ein sehr kleiner Club. Es ist unsere Verantwortung, das in der Welt deutlich zu machen." Der viermalige Olympiasieger hatte Verdächtigungen gegen seine Person stets scharf zurückgewiesen.
Nachdem Wiggins 2013 bei der Tour aus Verletzungsgründen seinen Gesamtsieg nicht verteidigen konnte, will er in diesem Jahr wieder starten - zumal die Frankreich-Rundfahrt in Leeds startet und insgesamt drei Etappen auf englischem Boden verlaufen.