Stefan Vogt, Kitzretter e.V.:
»Zwei Meter vorm Kescher.«
Was wie ein Militäreinsatz oder eine Großtierjagd wirkt,
Stefan Vogt, Kitzretter e.V.:
»Stückchen weiter rechts, dann bist du darüber. Und runter.«
ist in Wirklichkeit Tierliebe. Der Verein »Kitzretter e.V.« sucht zusammen mit anderen Tierschützern Rehkitze, die sich in Feldern verstecken.
Ina Schrickel, Tierschützerin:
»Ganz vorsichtig.«
Tierschützer:
»Ja, alles gut.«
Mission gelungen. Dieses Rehkitz ist in Sicherheit.
Ina Schrickel, Tierschützerin:
»Das war noch ein ganz Kleines. Und jetzt suchen wir uns 'ne kühle Stelle, wo wir die Kiste dann platzieren können, damit sie vom Feld runterkommt, damit der Bauer nachher mähen kann. Und wenn das Feld gemäht ist, dann wird es wieder freigelassen. Und das hat ja jetzt so geschrien, das Kitz. Die Ricke hört das natürlich und holt das dann natürlich auch wieder ab.«
Die Aufzuchtzeit von Rehkitzen fällt zeitlich in die Mähzeiten von Bauern. Jedes Jahr sterben schätzungsweise 100.000 von ihnen durch landwirtschaftliche Maschinen. Da die Jungtiere in den ersten Wochen keinen Fluchtinstinkt haben, ducken sie sich regungslos in das hohe Gras, statt wegzulaufen.
Mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, fliegt Stefan Vogt seine Drohne langsam über ein Feld. Für Vogt ist es ein gutes Gefühl, so zumindest einige Tiere vor dem Tod zu bewahren.
Stefan Vogt, Rehkitz e.V.:
»Ich glaube, hier ist noch etwas. Wenn nicht sogar drei. Ich muss eben gucken. Irgendwo habe ich gerade etwas gesehen.«
Und tatsächlich: Mitten auf dem Feld stehen drei Tiere, ein Muttertier mit zwei Jungtieren.
Ina Schrickel, Tierschützerin:
»Guck' mal, wie die Ohren gehen. «
Stefan Vogt, Rehkitz e.V.:
»Kescher bitte.«
Ina Schrickel, Tierschützerin:
»Ja.«
Was Vogt mit der Drohne sieht, wird an Retter wie Ina Schrickel weitergeleitet, die sich mit Kescher durch das Gras kämpft.
Stefan Vogt, Rehkitz e.V.:
»Man hat jetzt ein Leben gerettet, aber da darf man sich nicht ausruhen. Wir gehen jetzt zur nächsten Fläche und suchen da weiter.«