US-Schule Teenager planten Blutbad
New Bedford - Das Schreckensszenario war in einem Brief beschrieben: Zunächst sollte die Bombe explodieren. Das hätte für Panik gesorgt. Alle hätten fliehen wollen, und dabei hätte man sie beschießen können. Den Brief fand ein Raumpfleger in der High School in New Bedford im US-Bundesstaat Massachusetts. Da war noch nicht klar, ob man ihn ernst nehmen musste.
Man musste. Die Polizei in der Stadt im Süden Bostons hat nun drei Jugendliche festgenommen, die das Blutbad geplant haben sollen. Wie die "New York Times" berichtet, hatte eine Mitschülerin die drei über eine Bombe reden hören. In den Zimmern des 17-Jährigen und der zwei 15-Jährigen hat die Polizei einen Schnellhefter mit Anleitungen zum Bombenbau gefunden, zudem Handgranaten, Messer und Fotos, auf denen die Teenager mit Waffen abgebildet sind.
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"Sie kündigten an, dass das ein noch größeres Ereignis würde als Columbine", zitierten andere Medien einen Polizeisprecher. An der Columbine-Schule in Littleton hatten zwei Schüler im April 1999 zwölf Schulkameraden, einen Lehrer und dann sich selbst getötet. Es war das bisher schlimmste Blutbad an einer US-Schule.
Sicherheitshalber untersuchte die Polizei das Schulgebäude in New Bedford mit Spürhunden, fand aber nichts. Das verdächtige Trio soll sich wegen Verschwörung zum Mord verantworten. Die Mutter eines der Jugendlichen wurde im "Boston Globe" mit den Worten zitiert, ihr Sohn sei seit dem plötzlichen Tod seines Vaters im September immer rebellischer geworden.