Vermisste Boeing: Einsatz von "Bluefin 21" erfolglos - DER SPIEGEL
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Drohneneinsatz erfolglos: "Bluefin 21" enttäuscht die Hoffnungen

Foto: REUTERS/ Australian Defence Force

Suche nach Flug MH370 Tauchdrohnen-Einsatz vor dem Aus

Sie ist so tief abgetaucht wie noch nie, liefert scharfe Bilder vom Meeresboden - aber der erhoffte Durchbruch bleibt aus: Die U-Boot-Drohne Bluefin entdeckte bislang keine Hinweise auf Flug MH370. Bedeutet dies das Aus für die Suchaktion?
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Kuala Lumpur - Auf "Bluefin 21" ruhten große Hoffnungen: Darauf, dass die U-Boot-Drohne am Meeresboden Hinweise auf das Verschwinden von Flug MH370 findet. Mittlerweile ist die Boeing 777 der Malyasia Airlines mit 239 Menschen an Bord bereits seit sechs Wochen verschollen. Doch Malaysias Verkehrsminister Hishammuddin Hussein hatte auch am Samstag schlechte Nachrichten zu vermelden: Die Tauchgänge von "Bluefin 21" im Indischen Ozean entpuppten sich demnach als Fehlschläge.

Die sechs Einsätze auf dem Meeresboden vor der Küste Australiens hätten kein positives Ergebnis erzielt, sagte Hussein in Kuala Lumpur. Zwar könne er bestätigen, dass "Bluefin 21" klare und scharfe Bilder vom Meeresboden aufgenommen habe. Dabei sei das unbemannte Wasserfahrzeug aber bisher mit nichts in Kontakt gekommen, das für die Suche interessant sei.

Nachdem die erste Suchaktion mit der Drohne vor einigen Tagen bereits nach kurzer Zeit abgebrochen werden musste, war sie am Samstag nach Angaben der Behörden in eine bisherige Rekordtiefe von 4695 Metern getaucht. Die Suche erstreckt sich mittlerweile auf einen Umkreis von rund zehn Kilometern um eine Stelle, von der am 8. April ein Signal der Black Box geortet worden war.

Suche könnte in wenigen Tagen beendet sein

Auf der Pressekonferenz am Samstag sagte der malaysische Verkehrsminister Hussein, die Aktion befinde sich nun in einer "kritischen Phase". Malaysia und Australien wollten am Montag entscheiden, wie der Sucheinsatz für die verschwundene Malaysia-Airlines-Maschine weitergeführt wird. Australische Behördenvertreter sagten am Samstag, die Suche am Meeresboden könnte in etwa sieben Tagen beendet sein.

Bereits am vergangenen Montag hatte ein mit der Koordination der Aktion beauftragter australischer Ex-General angekündigt, die Suchaktion nach Wrackteilen an der Wasseroberfläche werde Mitte der Woche eingestellt. Trotzdem suchten auch noch am Samstag laut Behördenangaben elf Militärflugzeuge und zwölf Schiffe nach Spuren der Boeing.

Der Malaysia-Airlines-Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Die Maschine wechselte den Kurs und flog noch mehrere Stunden, ohne dass Flugsicherheitsbehörden Kontakt zu ihr hatten. Vermutlich stürzte sie über dem Indischen Ozean ab. Die Gründe für den plötzlichen Kurswechsel und das Abbrechen der Kommunikation sind unklar.

cst/dpa/Reuters