2. Juni 2003 Iran - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung 2. Juni 2003 Iran

• aus DER SPIEGEL 23/2003
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Irans Außenminister Kamal Charrasi war gerade von einer Reise zurück, die ihn an der Seite seines Präsidenten nach Syrien und in den Jemen geführt hatte - Staaten, die in Washington fast genauso argwöhnisch beobachtet werden wie Iran, Mitglied in George W. Bushs »Achse des Bösen«. Der Terminplan hatte sich verschoben, eine Kabinettssitzung stand an - das verabredete SPIEGEL-Gespräch in Teheran sollte verkürzt werden. Auf Protest der beiden SPIEGEL-Redakteure Dieter Bednarz, 46, und Erich Follath, 54, hin sagte Charrasi nur: »Ich verspreche, ich bleibe so lange, wie mich Ihre Fragen interessieren.« Es wurde über eine Stunde, und das Kabinett musste warten. Als Charrasi hörte, dass Bednarz und Follath kürzlich die Uno-Waffeninspektoren Hans Blix und Mohammed al-Baradei interviewt hatten, kam er sogar noch einmal vom Flur zurück. »Was meinen Sie, wird uns die Internationale Atomenergiebehörde wegen unseres Nuklearprogramms wirklich scharf angehen?« Die Antwort der SPIEGEL-Journalisten: »Das ist eher wahrscheinlich« (Seite 108).

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