Hausmitteilung Aldi
Der Tod des legendären Aldi-Gründers Theo Albrecht am Samstag vorvergangener Woche kam für die SPIEGEL-Redakteure Susanne Amann, 34, und Janko Tietz, 37, nicht überraschend: Bei Recherchen im engsten Umfeld der traditionell öffentlichkeitsscheuen Familie hatten sie erfahren, wie schlecht es um den 88 Jahre alten Patriarchen stand. Für die SPIEGEL-Leute war es nicht einfach, vorzudringen in die geheimnisumwitterte Aldi-Welt, die Theo Albrecht und sein Bruder Karl, 90, in sechs Jahrzehnten geprägt hatten. Beiden war es stets zuwider gewesen, ihren Reichtum zu zeigen, den sie mit einer Melange aus strategischem Genie, Bescheidenheit und Knausertum erwirtschaftet hatten - »eine typisch deutsche Gründerkarriere der Nachkriegszeit«, so Amann. Indizien weisen darauf hin, dass es künftig mehr Transparenz geben könnte: Karl Albrecht junior, 63, legte erstmals offen, wie Vater und Onkel ein kleines Geschäft zu einem Milliardenimperium mit über 100 000 Mitarbeitern wachsen ließen und welche Rolle er darin spielte (Seite 64).