ARME HOCH - DER SPIEGEL
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Briefe

ARME HOCH
• aus DER SPIEGEL 41/1969
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ARME HOCH

(Nr. 38/1969. Oper)

Wer nur hat Ihnen zu dem Artikel »Samt und Seide« souffliert? Doch nur ein kleiner, von Komplexen beladener Souffleur mit einer verdruckten Partitur, in der die falschen Namen mit verkehrtem Text standen. Die mit meinem Namen in Verbindung gebrachte Bemerkung: »Na ja, dann do it yourself« konnte nie über meine Lippen kommen, weil ich den Regisseur Sellner viel zu sehr schätze. Bei unserer Zusammenarbeit in einer Reihe von hervorragenden Inszenierungen, unter anderem »Entführung aus dem Serail«, »Figaros Hochzeit«, »Heimliche Ehe«, habe ich viel von seiner Regiekunst profitiert, und dort, wo sich die Arme hoch und runter oder rechts und links bewegten, war vielleicht ein unbegabter Kollege, aber keineswegs Sellner beteiligt. Im übrigen: ich bin sehr stolz, unter dem Intendanten Sellner der ersten Oper in der Bundesrepublik anzugehören.

Baldham (Bayern) ERIKA KÖTH Wogegen schärfster Widerspruch angemeldet werden muß, ist die widerwärtige Berlin-Hetze, die in Ihrem Artikel zum Ausdruck kommt. Ich frage Sie: Warum wählen Sie die Deutsche Oper Berlin zum Objekt Ihrer Kritik? Es ist für Sie nicht des Erwähnens wert, daß zum Beispiel Liebermanns publicity-geile Hamburgische Staatsoper in den letzten Jahren für teures Geld eine Reihe von Uraufführungen herausbrachte, die schon nach wenigen Aufführungen in der Versenkung verschwanden.

Berlin MANFRED BERK Würde der Intendant der Deutschen Oper Berlin so inszenieren, wie Ihr Schreiberling seinen »Aufsatz« verfaßte, wäre Herr Sellner nicht einmal Intendant eines mittelklassigen Provinztheaters.

Berlin GUNDOLF WILLER

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