Afghanistan Al-Qaida-Kämpfer töten US-Soldaten
Washington - Mehr als ein Dutzend amerikanischer und afghanische Soldaten wurden außerdem nach Angaben des US-Senders CBS verletzt. Am Samstagabend seien neue Bombenangriffe geflogen worden, während der Kampf am Boden fortgesetzt worden sei. Die Militäroperation könne einige Zeit dauern, sagte nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN ein Militärsprecher. Der Fernsehsender ABC berichtete unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium, es seien Hunderte von US-Soldaten in die Kämpfe verwickelt. Auch Elitesoldaten seien im Einsatz.
US-Soldaten hatten zuvor zusammen mit zwischen 500 und 600 einheimischen Verbündeten die Operation eingeleitet. Nach CNN-Angaben wurden die zahlenmäßig unterlegenen Alliierten bei ihrer Offensive nahe Gardes zurückgeschlagen. Die Offensive richtete sich gegen al-Qaida-Kämpfer, die sich im Kandow- Tal verschanzt haben sollen. Dort sollen sich die radikalislamischen Taliban- und al-Qaida-Kämpfer in den vergangenen Wochen gesammelt und neu formiert haben.
Die Zahl der Feinde wurde auf zwischen 500 bis auf mehrere tausend geschätzt. Manche Soldaten sprachen von etwa 5 000 al-Qaida-Kämpfern, berichtete CNN weiter. Bei den Kämpfen setzten beide Seiten schwere Waffen ein. Zuerst hätten B-52-Bomber die al-Qaida-Stellungen nahe Gardes bombardiert. Dann seien die Bodentruppen vorgerückt, berichtete CNN. Die Gegend an der Grenze zu Pakistan wird auch als möglicher Aufenthaltsort des Terroristenführers Osama Bin Laden genannt.
Seit Beginn des Afghanistankriegs sind mehrere Amerikaner getötet worden, die meisten starben jedoch bei fehlgeleiteten amerikanischen Angriffen. Bei einem Gefangenenaufstand in Masar-i-Sharif starb ein CIA-Agent.
Der Gouverneur der Provinz Chost, Abrahim Mohammed Muschfek, sagte, die Kämpfer stammten aus seiner Region und seien von den Amerikanern für den Anti-Guerilla-Kampf trainiert worden.