Afghanistan Taliban stellen sich weiter stur
Kabul - Solange gegen die Mitarbeiter der deutschen Hilfsorganisation Shelter Now wegen christlicher Missionierung ermittelt werde, könnten die Diplomaten sie nicht sehen, meldete die afghanische Nachrichtenagentur AIP unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums in Kabul.
-
3 Min
-
1 Min
-
2 Min
Diese Entscheidung sei am Vortag vom Ministerrat getroffen und den westlichen Diplomaten in "deutlicher Form" mitgeteilt worden, sagte der Sprecher. Auf die Frage, ob diese Entscheidung noch revidiert werden könnte, sagte er: "Nein niemals. Das ist eine Sache des Prinzips, dass kein Treffen genehmigt wird." Neben den vier Deutschen, zwei Australiern und zwei US-Bürgern sind 16 afghanische Mitarbeiter von Shelter Now in Haft. Die drei Diplomaten, die sich seit Dienstag in Kabul aufhalten, kündigten unterdessen an, ihre Bemühungen um die Gefangenen vor Ort fortzusetzen.
Ein Beamter des afghanischen Außenministeriums deutete unterdessen an, dass die Ermittlungen wegen Missionierung auf weitere in Afghanistan tätige Hilfsorganisationen ausgeweitet werden könnte. "Wir versuchen, noch mehr Verbindungen aufzudecken. Mehrere (ausländische) Hilfsorganisationen könnten in den Plan verwickelt sein", sagte der Taliban-Beamte Abdul Ghafoor Afghani.