Iran: Dschibuti bricht Beziehungen ab - DER SPIEGEL
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Nach Angriff auf Botschaft Auch Dschibuti bricht mit Iran

Immer mehr Länder brechen nach dem Angriff auf die saudi-arabische Botschaft in Teheran die diplomatischen Beziehungen zu Iran ab - jetzt hat auch Dschibuti nachgezogen.
Iraner protestieren gegen Saudi-Arabien: Nach Massenhinrichtungen verschärft sich die Krise in der Golfregion
Iraner protestieren gegen Saudi-Arabien: Nach Massenhinrichtungen verschärft sich die Krise in der Golfregion

Iraner protestieren gegen Saudi-Arabien: Nach Massenhinrichtungen verschärft sich die Krise in der Golfregion

Foto: Abedin Taherkenareh/ dpa
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Die diplomatische Isolierung Irans nimmt weiter zu: Nachdem dort Hunderte Menschen die saudi-arabische Botschaft angegriffen hatten, bricht nun auch der ostafrikanische Staat Dschibuti seine diplomatischen Beziehungen zu Teheran ab. Das Land gilt als enger Verbündeter Saudi-Arabiens.

In Saudi-Arabien war am Samstag der schiitische Geistliche Nimr Baqir al-Nimr hingerichtet worden. Er war ein entschiedener Gegner des sunnitischen Königshauses. Als Reaktion darauf griffen Bürger im schiitisch geprägten Iran die saudische Botschaft und das Konsulat an.

Nicht nur Riad, sondern auch Bahrain und der Sudan brachen daraufhin mit Teheran. Nun verlas auch Dschibutis Außenminister Mahamud Ali Jussuf eine entsprechende Regierungserklärung und betonte damit die Solidarität mit Saudi-Arabien.

Auch die jordanische Regierung hat inzwischen den iranischen Botschafter einbestellt, um die Vorfälle zu diskutieren. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait gingen ebenfalls auf Distanz zu Iran, und auch Katar rief am Mittwoch seinen Botschafter aus Teheran zurück.

Zusammen mit dem bekannten schiitischen Geistlichen sind 46 weitere Menschen wegen Terrorvorwürfen hingerichtet worden. Nimr wurde nicht aufgrund seiner Religion zum Tode verurteilt, verteidigte sich die saudi-arabische Regierung, sondern auf Grundlage eines fairen Gerichtsverfahrens. Seit der Massenexekution nehmen die Spannungen in der Golfregion zu.

mtr/AFP