Mordpläne: Der Streit um Saddam Husseins Erbe ist entbrannt - DER SPIEGEL
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Mordpläne Der Streit um Saddam Husseins Erbe ist entbrannt

Die Bemühungen der USA, Saddam Hussein zu stürzen, laufen offenbar auf Hochtouren. Nach Aussagen des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu plant Washington, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu töten. Irakische Oppositionelle streiten in der amerikanischen Hauptstadt schon mal über eine Regierung nach Saddam.
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Kairo - Noch sitzt der Diktator Saddam Hussein fest im Sattel. Doch die irakische Opposition rüstet sich für die Zeit nach seinem Sturz. Dabei werden sie von den Amerikanern unterstützt. Bei einem Treffen irakischer Oppositioneller mit Vertretern des amerikanischen Außenministeriums in Washington kam es dabei zu einem lautstarken Streit. Dies berichtet die arabische Zeitung "al-Hayat".

Die Exil-Politiker sind sich offenbar nicht einig, wie eine Übergangsregierung aussehen soll. Wie die Zeitung berichtet, kritisierten die irakischen Teilnehmer am Treffen, dass die USA sich zu sehr in ihre Angelegenheit einmischten. So will die Bush-Administration angeblich bestimmen, wer die 250 Teilnehmer einer großen Irak-Konferenz sein werden, die eine Übergangsregierung wählen sollen.

An dem Treffen in einem Washingtoner Hotel nahmen nach Angaben von "al-Hayat" unter anderem Vertreter der kurdischen Parteien teil. Mehrere islamische Gruppierungen seien nicht eingeladen worden. Ehemalige irakische Offiziere äußerten auf den Sitzungen angeblich ihre Unzufriedenheit darüber, dass die Amerikaner die politische Rolle des Militärs im Irak künftig einschränken wollten.

Irakische Oppositionelle hatten bereits vor einigen Wochen erklärt, Washington plane eine Irak-Konferenz unter Beteiligung verschiedener politischer und gesellschaftlicher Gruppen nach dem gleichen Muster wie die Afghanistan-Konferenz in Bonn. Diese könne möglicherweise auch in Deutschland stattfinden.

Netanjahu: Attentat auf Hussein geplant

Das Treffen der Oppositionellen hatte eine besondere Brisanz bekommen, nachdem der ehemalige israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag erklärt hatte, die USA planten die Ermordung Saddam Husseins. Die Frage sei nicht ob, sondern wann die USA ein Attentat auf den irakischen Staatschef planten.

Dies habe er bei Gesprächen mit US-Regierungsbeamten und Kongress-Abgeordneten erfahren, hatte Netanjahu dem israelischen Armeesender gesagt. Er fügte hinzu: "Unsere Aufgabe ist es nun, die USA zu überzeugen, dass zusammen mit Saddam auch (Palästinenserpräsident Jassir) Arafat gehen muss." Netanjahu hatte sich wiederholt für die Ausweisung Arafats ausgesprochen und für die Auflösung der palästinensischen Autonomiebehörde.

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