Kuba-Visite Obama und Castro beim Baseball
Obama und Castro (r.)
Foto: JONATHAN ERNST/ REUTERSLockerer Auftritt vor 50.000 Zuschauern in Havanna: US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro sahen sich zum Abschluss des Staatsbesuchs ein Baseballspiel an. Beide Staatschefs hatten die Krawatte zu Hause gelassen, Obama kam cool im weißen Hemd und mit schwarzer Sonnenbrille.
Ehefrau Michelle und die Töchter Sasha und Malia begleiteten Obama in das Estadio Latinoamericano zur Partie der Nationalmannschaft Kubas gegen die Tampa Bay Rays aus Florida. "La Ola"-Wellen schwappten durchs Stadion, es gab laute "Kuba, Kuba"-Rufe. Castro wurde dabei deutlich mehr bejubelt als Obama.
In beiden Ländern ist Baseball ein Nationalsport. Zwei Frauenchöre sangen die Hymnen der beiden seit der Revolution 1959 lange verfeindeten Staaten, seit Ende 2014 gibt es den Annäherungsprozess, der mit Obamas Besuch nun einen Höhepunkt erfuhr. Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für die Opfer der Terror-Attacken in Brüssel.
Michelle, Sasha und Malia Obama hatten zuvor in einem der zahlreicher werdenden Privatrestaurants (Paladar) in Havanna gespeist. Seit einiger Zeit dürfen kubanische Familien dort Essen anbieten, jedoch ist die Bildung von Restaurantketten verboten.