Melania Trump soll Rede selbst umgeschrieben haben - DER SPIEGEL
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Michelle-Obama-Plagiat Melania Trump soll Rede selbst umgeschrieben haben

Diese Rede sollte ihre Empfehlung für den Job als First Lady sein. Stattdessen erntet Melania Trump viel Spott, weil Teile ihrer Parteitagsansprache bei Michelle Obama abgekupfert waren. Hat sie sich das selbst eingebrockt?
Melania und Donald Trump
Melania und Donald Trump

Melania und Donald Trump

Foto: Jim Young / REUTERS
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Das ging wirklich gründlich schief.

Melania Trump, 46, slowenisch-amerikanisches Ex-Model, Gattin des Immobilien-Milliardärs Donald Trump, hielt bei der Zusammenkunft der US-Republikaner in Cleveland eine Rede. Es sollte ihre Visitenkarte sein für den künftigen Job als First Lady - so jedenfalls hatte Trump seine Frau vollmundig angekündigt: als "nächste First Lady der USA".

Was bleibt, ist eine Plagiatsaffäre.

Wie sich herausstellte, hatte Melania Trump einzelne Passagen abgekupfert - ausgerechnet von First Lady Michelle Obama, die 2008 bei den Demokraten gesprochen hatte.

Wie konnte das passieren? Nach übereinstimmenden amerikanischen Medienberichten trägt Melania Trump selbst die Schuld. So soll sie ein von professionellen Redenschreibern angefertigtes Manuskript in weiten Teilen verändert und mit den Obama-Sätzen ergänzt haben.

Wie die "New York Times"  unter Berufung auf über ein Dutzend Personen aus dem Umfeld der Trump-Kampagne berichtet, hatte sich Trumps Wahlkampfteam ursprünglich an die erfahrenen Autoren Matthew Scully und John McConnell gewandt. Die beiden legten den Angaben zufolge im Juni einen Entwurf für Melania Trumps Rede vor. Doch die war damit offenbar nicht zufrieden - und machte sich selbst ans Werk (lesen Sie hier, wer die Schummelei aufdeckte).

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Am Ende standen Sätze wie diese:

Schon in einem jungen Alter hätten ihre Eltern ihr vermittelt, "dass man hart für das arbeiten muss, was man im Leben erreichen will, und dass man Wort halten muss, dass man tut, was man sagt, und man seine Versprechen halten muss, dass man Menschen mit Respekt behandelt. Sie brachten mir Werte und Moral bei und zeigten mir diese in ihrem täglichen Leben", so Melania Trump.

Michelle Obama sagte 2008: "Barack und ich wuchsen mit so vielen gleichen Werten auf", etwa, "dass man hart für das arbeiten muss, was man im Leben erreichen will, dass man Wort halten muss, dass man tut, was man sagt, das man tun wolle, dass man Leute mit Würde und Respekt behandelt, auch wenn man sie nicht kennt und auch, wenn man nicht gleicher Meinung mit ihnen ist."

Ähnlich berichtet auch der Sender NBC  über den Fall. In einer Sache zumindest hatte Melania Trump recht. Sie selbst habe die Rede geschrieben, erklärte sie. Sie habe allerdings "ein wenig Hilfe" gehabt.

kev