Robert Mugabe bedroht Opposition in Simbabwe - DER SPIEGEL
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Mugabe attackiert Simbabwes Opposition "Hängt euch auf!"

Robert Mugabe heizt die innenpolitischen Spannungen in Simbabwe weiter an. Der Diktator, der sich Ende Juli erneut zum Präsidenten wählen ließ, hat die Opposition in einer Rede an die Nation als Müll bezeichnet. Er werde sein Amt nicht freiwillig räumen.
Mugabe in Harare: "Wir werden unseren Sieg niemals zurückgeben"
Mugabe in Harare: "Wir werden unseren Sieg niemals zurückgeben"

Mugabe in Harare: "Wir werden unseren Sieg niemals zurückgeben"

Foto: PHILIMON BULAWAYO/ REUTERS
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Harare - Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat alle Zweifel an seinem Wahlsieg zurückgewiesen. Zugleich griff er die Opposition in seinem Land scharf an. "Wenn ihr die Niederlage nicht akzeptieren könnt, hängt euch auf!", sagte der 89-Jährige in seiner ersten Rede seit der umstrittenen Wahl am 31. Juli. "Wenn ihr sterbt, werden nicht einmal Hunde euer Fleisch fressen!"

Mugabe hatte die Wahl laut offiziellem Endergebnis mit 61 Prozent der Stimmen im ersten Durchgang klar gewonnen. Bei der Parlamentswahl, die am gleichen Tag abgehalten wurde, sicherte sich die Regierungspartei Zanu-PF eine Zweidrittelmehrheit.

Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, der bislang als Regierungschef amtiert hatte, bezeichnete die Wahl als Farce und kündigte an, das Ergebnis vor dem Obersten Gericht in Harare anzufechten. Deshalb ist Mugabe auch noch nicht für seine siebte Amtszeit vereidigt worden. Tsvangirai hatte 2008 den ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl gewonnen, nach einer Terrorkampagne gegen ihn und seine Anhänger zog er seine Kandidatur für die Stichwahl damit zurück. Mugabe fand ihn mit dem Posten des Ministerpräsidenten ab.

"Wir servieren Demokratie auf dem Silbertablett"

Oppositionelle Wahlbeobachter hatten zahlreiche Verstöße bei dem Urnengang Ende Juli gemeldet. So seien fast eine Million Wähler an den Wahllokalen abgewiesen worden, außerdem hätten zahlreiche Verstorbene auf den Wählerlisten gestanden. Die offiziellen Wahlbeobachter der Afrikanischen Union (AU) und der südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) hatten die Wahlen hingegen als "frei und friedlich" bezeichnet.

Mugabe forderte seine politischen Gegner und den Westen auf, das Ergebnis zu akzeptieren. "Wir servieren Demokratie auf dem Silbertablett", sagte er am offiziellen Tag der Helden, an dem das Land der Gefallenen des Unabhängigkeitskampfes gedenkt. "Wir sagen euch: Macht, was ihr wollt. Wir werden unseren Sieg niemals zurückgeben." Der Staatschef bezeichnete die Opposition als Feinde, die Simbabwes Wähler "wie Müll weggeworfen" hätten.

Mugabe führt Simbabwe seitdem das Land 1980 von Großbritannien unabhängig wurde. Zusammen mit seiner Zanu-PF regiert er das südafrikanische Land mit eiserner Hand. Wie Wirtschaft des Landes schrumpft seit Jahren, viele Menschen sind nach Südafrika geflüchtet, wo die Jobperspektiven besser sind.

syd/dpa/AP