+++ Newsblog +++ "Wir müssen wir selbst bleiben"
Frankreichs Präsident Hollande wendet sich in einer Rede an die Nation und ruft zu Solidarität und Einheit auf. Die Polizei durchsuchte in Paris zwei Wohnungen. Die aktuelle Entwicklung im Newsblog.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
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Katharina Blaß
Der US-amerikanische Geheimdienst FBI sichert den französischen Strafverfolgungsbehörden zu, bei der Fahndung nach den Attentätern zu helfen. FBI-Chef James Comey sagte auf der internationalen Konferenz für Cyber-Sicherheit in New York, er wolle künftig mehr Netzspezialisten in den Auslandsbüros einsetzen.
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Sören Harder
Auch der preisgekrönte Autor Salman Rushdie hat sein Mitgefühl zum Attentat in Paris geäußert. "Ich stehe hinter Charlie Hebdo, wie wir alle sollten, um die Kunst der Satire zu verteidigen, die schon immer eine Waffe für Freiheit und gegen Tyrannei, Unehrlichkeit und Dummheit war." Außerdem unterstrich er erneut sein Unverständnis für den fanatischen Glauben: "Wenn Religion, eine mittelalterliche Form der Unvernunft, sich mit moderner Waffentechnik verbindet, wird sie eine echte Gefahr für unsere Freiheiten.“ Rushdie hatte selbst mit seinem Buch "Die Satanischen Verse" den Zorn von Islamisten auf sich gezogen.
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Katharina Blaß
"Wenn Europa nicht aufpasst, droht tatsächlich der Kampf der Kulturen." SPIEGEL-ONLINE-Redakteur Roland Nelles kommentiert den Anschlag von Paris, der ein "Anschlag auf uns alle" ist.
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Katharina Blaß
Die Menschen sind fassungslos und bringen in Berlin ihre Anteilnahme zum Ausdruck. (Bild: Röbel)
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Katharina Blaß
Auch in Deutschland trauern die Menschen. Zurzeit stehen rund 300 Betroffene am Pariser Platz vor der französischen Botschaft. Sie schweigen, legen Blumen nieder und zünden Kerzen an. (Bild: Röbel)
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Katharina Blaß
Die Anteilnahme in Frankreich ist riesengroß. Im Internet kursiert eine Liste mit den spontan einberufenen Gedenkfeiern.
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cmoreldarleux
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Sören Harder
Wer sind die anderen Opfer? Bislang sind acht der zwölf Todesopfer bekannt. Zum einen der Herausgeber der Zeitschrift sowie drei weitere Zeichner, zwei Polizisten und ein Passant, den die Täter auf der Straße erschossen. Medienberichten zufolge soll auch der Toulouser Ökonom und Journalist Bernard Maris bei dem Attentat getötet worden sein.
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Gesa Mayr
Anteilnahme von Queen Elizabeth: Sie und ihr Mann Prinz Philip kondolierten den Familien der Opfer und Betroffenen. "Wir senden unsere Gedanken und Gebete an all jene, die betroffen sind", heißt es in einer Mitteilung des Königshauses auf Twitter.
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The Royal Family
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KofiAnnan Foundation
Nothing justifies these murders. While we mourn the loss of life we stand ever more firmly behind the freedom of the press #CharlieHebdo
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Katharina Blaß
Das grauenvolle Attentat entsetzt Frankreich und die Welt. Auf YouTube kursiert ein Amateurvideo, das zeigt, wie die Täter einen Mann auf offener Straße hinrichten. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nun an das Internet-Videoportal YouTube appelliert, besonders schlimme Aufnahmen des Terroranschlags in Paris wieder zu entfernen. "Vieles kann man bei YouTube sehen", sagte de Maizière in Berlin. "Und nicht alles, was jetzt irgendwie dort bisher eingestellt ist, sollte vielleicht dort bleiben." YouTube gehört zum amerikanischen Internetkonzern Google.
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Gesa Mayr
Solidarität von der deutschen Botschaft in Paris: Fahnen auf Halbmast.
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Auswärtiges Amt
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Christian Teevs
Laut der französischen Polizei sind 3000 Beamte im Einsatz.
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Christian Teevs
Die Zeichnerin Corinne "Coco" Rey hat den Anschlag überlebt. Über die Täter sagte die Mitarbeiterin von "Charlie Hebdo" der "L'Humanité": "Sie haben sich zu al-Qaida bekannt."
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Katharina Blaß
Ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama erklärt, dass die USA Frankreich darin unterstützen werden, die Verantwortlichen für den Anschlag zu finden. "Wir wissen, dass sich die Franzosen von diesem schrecklichen Angriff nicht einschüchtern lassen werden", sagte der Sprecher.
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Katharina Blaß
Die Terroristen sollen bei ihrem Überfall mehrfach "Allah ist groß" skandiert haben. Auf Videos im Internet vom Tatort im Osten der französischen Hauptstadt sind zwei schwarz vermummte Täter zu erkennen. Nach Augenzeugenberichten sollen sie bei dem Überfall "Wir haben den Propheten gerächt" gerufen haben.
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Christian Teevs
Laut "Le Monde" hat der Dachverband der Muslime in Frankreich das Attentat als "barbarischen Akt" gegen die Demokratie bezeichnet.
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Katharina Blaß
Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich erschüttert. Die abscheuliche Tat sei nicht nur ein Angriff auf die Franzosen und die innere Sicherheit Frankreichs. "Sie stellt auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, ein Kernelement unserer freiheitlich-demokratischen Kultur, der durch nichts zu rechtfertigen ist", schreibt Merkel in einem Kondolenztelegramm an den französischen Staatspräsidenten Hollande.
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Katharina Blaß
Der britische Premierminister David Cameron hat den blutigen Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" in Paris als "barbarisch" verurteilt. Großbritannien stehe an der Seite seines Verbündeten gegen "jegliche Form von Terrorismus", erklärte Cameron.
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IDE
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Katharina Blaß
Ein möglicher Zusammenhang? Das islamkritische Satiremagazin thematisiert auf dem Titel seiner jüngsten Ausgabe das neue Buch "Unterwerfung" des französischen Autors Michel Houellebecq. Darin beschäftigt sich Houellebecq (56) mit dem Szenario einer Islamisierung Frankreichs unter einem muslimischen Präsidenten. Im Mittelpunkt stehen die Frage nach dem Niedergang des dekadenten Westens und das Verhältnis der drei Religionen Judentum, Islam und Christentum zueinander. Der Roman erschien am Mittwoch in Frankreich.
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Katharina Blaß
Die Redaktion veröffentlichte offenbar kurz vor dem Angriff eine Karikatur zu Abu Bakr al-Baghdadi, dem selbst ernannten Führer der Terrororganisation "Islamischer Staat" (Tweet von @charlie_hebdo_ weiter unten) Über der Karrikatur steht: "Grüße auch von Al Baghdadi" Und in der Sprechblase: "Und vor allem Gesundheit".
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Christian Teevs
Laut der französischen Zeitung "Le Figaro" sind vier Zeichner von "Charlie Hebdo" unter den Todesopfern, darunter der Herausgeber Stéphane Charbonnier.
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